Fritz Box will updaten! Was nun?

Seit zwei Wochen nervt mich mal wieder meine Fritz Box. In regelmässigen Abständen bekomme ich auf die angeschlossenen DECT-Telefone die Meldung „Fritz OS nicht aktuell, Update verfügbar.“

Gut, da denkt sich der etwas erfahrene PC-Nutzer: „Kein Thema, ich rufe über meinen PC meine Fritz Box auf, und führe über die Update-Funktion das Update durch.“

Pustekuchen!
Update gescheitert! Warum?

Manche Provider gehen da anders vor. Da hängt man, ich kenne es jetzt nur von MNet, am Haken des Providers. Der Provider konfiguriert über das Netz die Fritz Box. Damit es nicht mit einem Update durch den Kunden zu Konflikten kommt, sperrt der Provider diese Funktion. Man wird die Fehlermeldung bekommen: „Update gescheitert!“

Die Fehlermeldungen über die DECT-Telefone kommen trotzdem. Was ist zu tun?

Und nun rate ich jedem der nicht ein bisschen technisch versiert ist, mit solchen Dingen, die Finger davon zu lassen. Ihr könnt hier zu lesen aufhören und müsst weiter mit einem nicht aktuellen FritzOS leben.

Als erstes sind die vorhandenen Einstellungen in der Fritz Box zu sichern. Dies funktioniert in der Oberfläche der Fritz Box über den Menüpunkt „System“. Dort wählt man den Menüpunkt „Sicherung“. Nun rasch ein Passwort ausdenken. Dann den Speicherort der Datei wählen, evtl. einen neuen Dateinamen vergeben und vor allem den Speicherort gut merken. Grundlegende Kenntnisse des Windows- Dateiexplorers werden vorausgesetzt. Ist die Datei gespeichert folgt der nächste Arbeitsschritt, das Zurücksetzen der Fritz Box.

Wir bleiben im Menü >System>Sicherung. Wir klicken auf die Registerkarte „Werkseinstellungen“ Nach einer Sicherheitsabfrage wird die Box zurückgesetzt. Alle Einstellungen gehen verloren! Deshalb die vorherige Sicherung.  Das kann jetzt einige Minuten dauern. Jetzt wäre es an der Zeit einen Kaffee trinken zu gehen. Telefonisch ist man jetzt übrigens komplett offline. Die Box fängt lustig zu blinken an und man kann die Box über den Browser nicht mehr aufrufen.

Eine Kaffeelänge später ist der Spuk beendet. Alle gespeicherten Telefonnummern sind verschwunden. Alle DECT-Telefone sind abgeschaltet und müssen neu registriert werden. Dazu aber später.

Nun gilt es den früheren Zustand wieder herzustellen. Wir sind immer noch im Menü >System>Sicherung. Wir wählen jetzt die Registerkarte „Wiederherstellen“. Dort wählen wir unsere zuvor von der Fritz Box gesicherte Datei, geben das zuvor gemerkte Passwort ein und los gehts. Wieder fängt die FritzBox wild zu blinken an. Nach ein paar Minuten ist auch dieser Spuk beendet.

Nun müssen noch die angeschlossenen DECT-Telefone neu registriert werden. Dazu ist dem Dialog auf den Displays der Telefone zu folgen. Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Ich halte die Fritz!Fons von AVM für die beste Lösung. Bei anderen DECT-Telefonen können einige „Kopfstände nötig sein.

Im Menüpunkt „Übersicht“ sieht man jetzt rechts oben die Version des neuen FritzOS. So hats heute vormittag bei mir geklappt.

Oder:
Es gibt eine Menge freiberufliche EDV-Dienstleister. Manche machen für so einen Service einen Festpreis. Wenn man einen Dienstleister findet der so etwas für unter 100,- Euro leistet, hat man Glück gehabt. Die Regel sind in etwas 150,- Euro, je nachdem ob mit oder ohne Anfahrt.

Oder:
Ihr habt einen hilfreichen Geist in Eurem Bekanntenkreis, nein, ich werde das nicht leisten!

Und nun wünsche ich viel Spass mit dem neuen FritzOS!

Aber warum ist das so kompliziert?
Weil jetzt das Ganze IP-basiert läuft. Stellt Euch mal die alte Oma vor, der man ihr altes Analog-Telefon wegnimmt und eine Fritz Box an die Wand hängt? Das passiert zur Zeit zu Hauf. Goldene Zeiten für fachkundige Enkel, Schüler und andere Nerds oder eben, die Oma ist vermögend und ruft nach einem Dienstleister.

Aber wer hat je behauptet, dass es besser wird? Niemand!

 

 

Unser Schulsystem ist Mist! Hat Herr Lesch recht?

Bevor nun dieser Beitrag von der Website des Elternbeirates in Huglfing verschwindet ( am 18.7.2017 war er noch hier zu finden: http://eb-schule-huglfing.de/2016/12/10/hat-herr-lesch-recht/  ), weil er zu kritisch ist, hebe ich ihn hier nochmals hoch und habe ihn auch bei Twitter nochmal gepostet.

Da ich Herrn Lesch sehr schätze, poste ich auch hier seinen Videobeitrag nochmals. Es lohnt sich reinzuschauen:

Harald Lesch: Unser Schulsystem ist Mist!

 

Hauptursachen der Grundschulmisere

Da habe ich schon gestaunt als ich im Münchner Merkur vom 12.7.2017 diese Schlagzeile über den Leserbriefen las. Die Leserbriefe lese ich immer als erstes, weil man da so schön des Volkes Stimme spüren kann.

Hier nun zuerst mal eine Kopie dieser Leserbriefe:

Leserbriefe im Münchner Merkur vom 12.7.2017

Hier der Scan als PDF zum Download: grundschulmisere001

Tja, was sagt uns das? Nun ich habe die Recherche zurück gemacht. Ausgangspunkt für diese Leserbriefe war ein Kommentar des Redakteurs Dirk Walter vom Münchner Merkur. Ich finde es gewagt und gelungen wie er den Begriff Schweinezyklus in diesen Zusammenhang stellt.

Zitat:
„Seit Jahren herrscht an Bayerns Grundschulen Lehrermangel. Die Lücken werden mit trickreichen Maßnahmen zu stopfen versucht. Merkur-Redakteur Dirk Walter stellt in seinem Kommentar einen gewagten Vergleich an.“

Hier gehts zum ganzen Artikel:
https://www.merkur.de/wirtschaft/kommentar-zu-lehrerluecken-schweinezyklus-8475068.html

Im Artikel findet sich ein zweiter Link zu einem Artikel von Dirk Walter: Ein „Notprogramm“ Studenten als Junglehrer. 

Auch hier ein Zitat aus dem Artikel:
„Großen Protest gab es nicht, bis jetzt: Seit mehreren Jahren bekämpft Bayern den Lehrermangel mit einer etwas zwielichtigen Methode: Es holt Lehramts-Anwärter, die im Winter gerade ihr 1. Staatsexamen gemacht haben, für das zweite Schulhalbjahr an das Lehrerpult. Meist als Springer („Mobile Reserve“) für Krankheits- oder Schwangerschaftsfälle, manchmal aber auch als regulären Lehrerersatz.“

Hier gehts zum ganzen Artikel: https://www.merkur.de/wirtschaft/ein-notprogramm-studenten-als-junglehrer-8475055.html

Ich muss sagen, ich mag diesen Dirk Walter schon jetzt. Aber es ist auch an den Eltern, diese Diskussion am Laufen zu halten. Deshalb liebe Eltern, schreibt an das Kultusministerium, nervt bitte nicht die Schule, das bringt nichts. Die Schule und Schulleitung sind nur die Opfer und die Ausführenden. Sie müssen das ausbaden, was die da oben sich ausgedacht haben. Kommentare sind herzlich willkommen