Simon hats geschafft!

Endlich ist es soweit. Simon hat seinen qualifizierenden Mittelschulabschluss (früher nannte man das Hauptschulabschluss) erreicht. Dabei konnte er sich in den Fächern Mathematik (von 3 auf 2) und Deutsch (von 4 auf 3) sogar noch um jeweils eine Notenstufe nach oben verbessern. Wesentlich dazu beigetragen hat seine Schulbegleiterin, die ihn seit der fünften Klasse in der Huglfinger Mittelschule begleitet hat. Trotzdem war er natürlich in der Prüfung auf sich selbst gestellt. Wie seine Mitschüler eben auch.

Wie soll man einer Person Danke sagen, die sich über so einen langen Zeitraum um unseren Sohn bemüht hat? Ich habe deshalb der Schulbegleiterin meinen Dank gesagt und sie mit einer Urkunde ausgezeichnet:

Überhaupt war diese Feier stimmungsvoll. Auch meine Tochter hat ihren Abschluss gemacht. Die Abi-Feier lässt sich mit der Abschlussfeier der Huglfinger Mittelschule nicht vergleichen. Glänzte am Gymnasium die Rektorin in ihrer langen Rede mit ihrem philosophischen Fachwissen, ging es in Huglfing wesentlich volkstümlicher zu. Herr Baumgartner und Frau Seidler moderierten diese gelungene Feier. Schön waren beide Feiern, jede auf ihre Art und Weise.

Leider bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
Nicht jeder Schüler der neunten Klasse hat in diesem Schuljahr seinen Abschluss erreicht. Manche Schüler schafften den Quali nicht (über Notendurchschnitt 3.0) und manche Schüler scheiterten am Abschluss der Mittelschule (über Notendurchschnitt 4.0). Bei der Abschlussfeier der neunten Klassen am 20.7.2017 wurden bewusst keine genauen Zahlen genannt, wenn diese auch inoffiziell bekannt sind. Wie groß muss da der Frust bei manchen Schülern sein? Ein Schüler erschien gleich gar nicht zur Abschlussfeier. Ich sorge mich um die Zukunft dieser jungen Menschen.

Dabei muss man die Lehrkräfte bewusst in Schutz nehmen. Einige wenige Schüler haben sich im Unterricht verweigert. So gibt es Geschichten von Schülern, die bewusst, z. B. bei Referaten die Mitarbeit verweigerten. Lieber nahmen diese Schüler bewusst eine schlechte Benotung in Kauf, als dass sie sich bemüht hätten. Leider kann man einen Dackel nicht zur Jagd tragen. Was wird aus diesen jungen Menschen werden? Da müsste ein Lehrherr schon große Toleranz beweisen, als dass er einen Schüler ohne Abschluss einstellt.

Manche der Schüler versuchen jetzt in einem Orientierungsjahr an einer Berufsschule ihren Weg zu finden. Im sogenannten Berufsgrundbildungsjahr oder Berufsvorbereitungsjahr dürfen diese Jugendichen nochmals die Schulbank drücken um sich zu finden. Vielleicht kommen sie ja auf diesem Weg zur Einsicht, wie wichtig ein Schulabschluss ist.

Man kann ihnen auf ihrem weiteren Weg nur alles Gute wünschen.