Was ist eine Transit Unit? Eine Horrorgeschichte aus einem Krankenhaus

Zitat:
„Horrorstories berichten von so genannten »Transit-Units«, die eigentlich für den Krankenhausaufenthalt von max. 24 Stunden gedacht sind, in denen Patienten nach lebensnotwendigen Operationen wegen Überlastung bis zu einer Woche lang ausharren mussten. Die Transit-Units sind nichts anderes, als Rollbetten die entlang des Flurs aufgestellt sind. Wenn man Glück hat, hängt zumindest ein Vorhang davor. Es gibt weder Privatsphäre, noch eine eigene Toilette. Auch von Personalmangel und furchtbaren hygienischen Zuständen wird berichtet. Mal davon abgesehen, dass die Xxxxxxx sogar im Krankenhaus (!) Teppich-Boden haben. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie wenn man eine Katastrophensituation hat und die Krankenhäuser total überfüllt sind. Bloß scheint das hier Normalzustand zu sein.“

Ratet, in welchem Land passiert das? Diese Geschichte hat sich so wirklich zugetragen.

Hier ein weiteres Zitat, wenn man das liest, keimt Wut in einem auf, aber lest selbst:
Letzte Woche wurde in der Zeitung auch über eine 89-jährige Frau berichtet, die wegen einer Staphylokokken-Infektion ins Krankenhaus musste. Man ließ die betagte Dame dort fast den ganzen Tag unter Schmerzen in einem Bett im Flur ausharren. Als diese schließlich um eine Bettpfanne bat, wurde sie angewiesen, einfach in ihr Bett zu urinieren. Es dauerte zwei Stunden, bis schließlich jemand Zeit hatte, die Bettlaken zu wechseln. Auch die Schmerzmittel, die sie normalerweise nehme, wurden ihrer verweigert mit der Begründung, dass diese zu teuer seien und deshalb in der Notaufnahme nicht verwendet würden. Die alte Frau fühlte sich (verständlicherweise) ihrer Würde beraubt und soll unter Tränen gesagt haben: »Ich bin 89 Jahre alt, mein ganzes Leben lang habe ich brav Steuern gezahlt und so werde ich nun behandelt. Ich muss in mein eigenes Bett urinieren.

Beides ist im gleichen Land passiert und nicht erfunden. Die Geschichten gingen durch die örtliche Presse dieses Landes. Um das Ganze aufzulösen, hier die Originallinks dieser Berichte:

Patient wird einfach in der Transit-Unit liegengelassen

89-jährige muss in ihr Bett urinieren

Warum schreibe ich diesen Beitrag?
Wie Ihr alle wisst, bin ich seit Mai 2015 an Krebs erkrankt. Eine aufwändige, auf mich abgestimmte Chemotherapie war notwendig. Eine aufwändige OP von acht Stunden Dauer wurde durchgeführt, Nachsorge, weitere Chemos usw.  Immer fühlte ich mich gut betreut. Ich musste nichts aufzahlen, die üblichen Zuzahlungen werden, wenn sie ein bestimmtes Maß überschreiten (2% vom Bruttolohn, 1% bei chromnischer Erkrankung) erstattet. Hier geht es um Rezeptgebühren oder Zuzahlungen beim Krankenhausaufenthalt. Ich gewann den Eindruck, das wir ein funktionierendes Gesundheitssystem haben. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es mir ergangen wäre, wenn ich in diesem Land leben würde, aus dem die zwei zitierten Artikel stammen.

Sicher ist bei uns nicht alles perfekt. Wo ist das schon der Fall? Aber es ist ein Unterschied, ob ich in einem Land Urlaub mache, oder ob ich dort leben möchte. Alltag und Urlaub sind zwei große Unterschiede. Die Sichtweise der Einwohner des zitierten Landes sind eindeutig Ich-bezogen. Kein Einwohner dieses Landes würde freiwillig zugeben, das etwas schief läuft. Man ist toll, hat tolle Strände und ist so tolerant. Auch das mit der Toleranz stimmt in keinster Weise. Wer sich schon mal als Ausländer in diesem Land auf dem Arbeitsmarkt behaupten musste, wird merken, was dort für ein scharfer Wind weht.

Ich finde den Blog der Österreicherin Nina Fischer sehr erhellend. Nina Fischer hat mehrere Jahre in Australien gelebt. Sie zeichnet die Australier sehr nüchtern und demaskiert sie. Ich darf hier nochmals zitieren:

„Australien hat eine innige Liebesbeziehung mit sich selbst, der Rest der Welt ist weniger von Interesse. Immer wieder muss ich feststellen, dass es einen Grund gibt, warum Australien so isoliert ist. So abgeschnitten vom Rest der Welt. Warum man in Europa kaum jemals etwas über den Kontinent Down Under zu hören bekommt – und das liegt nicht nur an der Distanz. Australien WILL sich abgrenzen und als unabhängige Nation allein dastehen. Die Aussies sind ein überaus stolzes, selbstverliebtes Volk. Das erlebe ich jeden Tag und das spiegelt sich teilweise auch in deren einseitigen Berichterstattung wieder.“

Mit dem Text „Der Rest der Welt interessiert uns nicht“ zeichnet sie ein Bild der Einwohner dieses Landes, das mir so bisher nicht klar war. Es leuchtet aber ein und klingt sehr glaubwürdig.

Wie bin ich auf diese Texte gestoßen?

Ich bin an Krebs erkrankt, dabei surfe ich immer wieder durch das Netz. Durch Zufall bin ich auf mehrere an Krebs erkrankte deutsche Auswanderer gestoßen, die jetzt aufgrund ihrer Erkrankung nach Deutschland zurück gehen werden oder es schon getan haben. Hier bilden Krebsärzte sogenannte Boards oder Foren in denen sie sich über ihre Patienten austauschen. So auch mein Onkologe. In Australien sind solche Boards oder Foren Fehlanzeige. Ohnehin ist dieses Land kein Musterbeispiel an Vernetzung. Überall Internet ist noch lange kein Standard. Oft sind die Telekommunikationskosten sehr hoch. Nur die größeren Städte bieten ähnlichen Komfort, wie er bei uns schon lange selbstverständlich ist. Zum Urlaub machen sicher eine schöne Sache – ich bin dann mal weg.

So darf man gespannt sein, wie es mit dem australischen Gesundheitssystem weitergeht. Hatte die Gesundheitsministerin Jillian Skinner noch 2016 angekündigt in das Gesundheitssystem fast 800 Mio AU$ weniger zu investieren, zog sie sich im Januar 2017 überraschend aus der Politik zurück. Jeder, der heute erwägt, nach OZ auszuwandern sollte sich diesen Schritt gut überlegen. Er sollte jung sein und am besten viel Geld mitbringen.

Ich bin froh dass es mir hier gut geht. Ich geniesse den Reiz des bayerischen Voralpenlandes. Ich fühle mich bei meinem Onkolgen gut aufgehoben.

Meinungen, Rückmeldungen? Meldet Euch über das Kontaktformular (bitte hier klicken). Ich freue mich und beantworte jede Rückmeldung zuverlässig.

Mangelnde Unterstützung der Elternarbeit

Insgesamt kann ich gleich auf mehrere Jahre Elternarbeit zurückblicken. Ich war 5 Jahre als Elternbeiratsvorsitzender, ein Jahr am Förderzentrum in Unterschleissheim und vier Jahre in Huglfing an der Mittelschule tätig.

Gleich vorneweg, Dank habe ich nicht wirklich erhalten. Wobei man am Förderzentrum in Unterschleissheim schon sehr dankbar war. Vor allem der damalige Rektor des Förderzentrums war mir für mene Arbeit sehr dankbar. Leider verabschiedeten wir uns bereits nach einem Jahr von diesem Förderzentrum, da wir 2009 nach Polling zogen.  Als mein Sohn nach einem dornenreichen Weg auf dem Förderzentrum in Weilheim nach Huglfing kam und dort mit der fünften Klasse startete, entschloss ich mich dann, mich in der sechsten Klasse, als Elternbeirat aufstellen zu lassen. Im März 2017 holte mich dann der Krebs auf den Boden der Tatsachen zurück. Bereits vorher hatte ich damit zu kämpfen, nun war er zurück und bedurfte einer intensiven Behandlung. Ich legte mit sofortiger Wirkung mein Amt als EB-Vorsitzender und als Admin der EB-Website nieder und kümmerte mich nur noch um mich und die Familie. Immerhin musste mein Sohn zum qualifizierenden Mittelschulabschluss gebracht werden, was uns auch gelang. Um meine Tochter musste ich mich nicht kümmern, sie ging zielstrebig ihr ABI an und ich bin sehr stolz auf sie.

Bis auf eine kleine Notiz der Schulleitung in einem Elternbrief wurde meine Arbeit der letzten Jahre in keinster Weise gewürdigt. Vor allem nicht vom Rest des Elternbeirates, das hätte ich erwartet. Im Gegenteil, ich bekam den Eindruck, das man mir den Rücktritt übel nahm. Zumal ich vor allem für den Auftritt der Website etliche Stunden an Arbeitszeit investiert hatte. Dies veranlasste mich dann auch zu meiner Entscheidung, dass alle von mir auf der Website veröffentlichten Beiträge, 70 an der Zahl, gelöscht werden. Dies wurde dann auch prompt und gründlich vom neuen Admin erledigt.

Als dann noch die Verabschiedung der Schulleiterin Ende des Schuljahres anstand, waren Mitglieder des Elternbeirates der Meinung, das ich nicht zu dieser Veranstaltung kommen sollte. Dies ist aber noch einen eigenen Beitrag wert.

Dankbarkeit – Fehlanzeige
Dankbarkeit ist heute anscheinend etwas, mit dem sich Menschen schwer tun. Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun. Was in Firmen heute im Großen nicht mehr stattfindet, setzt sich im Kleinen in Vereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen fort. Ich kann ein Lied davon singen, ich war selbst acht Jahre im Vorstand eines Vereins, habe Schulungen veranstaltet, mich an der Öffentlichkeitsarbeit beteiligt und vieles mehr. Bs auf eine Ehrennadel (na immerhin) gabe es keine weitere Anerkennung.

Elternbeirat – keine Kandidaten
So kann es dann nicht verwundern, wenn sich immer weniger Eltern als Elternbeirat aufstellen lassen. Für das Schuljahr 2016/17 wurde die Schulordnung geändert. Nun sollten auch an Grund- und Mittelschulen die Elternbeiräte direkt gewählt werden. Früher wurden die Klassenelternsprecher auch automatisch Elternbeiräte. So fand am 19.10.2016 erstmals an der Huglfinger Grund- und Mittelschule  eine direkte Wahl der Elternbeiräte statt. Für die Wahl des Elternbeirates der Mittelschule meldeten sich gerade noch vier Kandidaten wovon eine Kandidatin ihre Kandidatur noch vor der Wahl zurückzog. So waren für die Wahl der Elternbeirates der Mittelschule noch drei Kandidaten übrig. Mehr wären möglich gewesen. Pro 15 Schüler lässt die Schulordnung einen  EB zu. In der Grundschule war die Zahl der Kandidaten erfreulich höher.

Mangelnde Unterstützung der Eltern
Trotz allem, man merkte deutlich, dass das Elternengagement in der Mittelschule rapide abnimmt. Ja abnimmt, denn bei der diesjährigen Wahl der Elternbeiräte der Mittelschule für das Schuljahr 2017/18 gab es nur noch einen (!) Kandidaten. So setzt sich der diesjährige Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Huglfing wie folgt zusammen:

Bei der ersten Sitzung hat dann noch ein EB sein Amt niedergelegt. Warum weiss man nicht. Liegts am neuen Schulleiter?

Wie effektive Elternarbeit mit nur einem EB in der Mittelschule funktionieren soll, ist mir schleierhaft. Da gibt es die Teilnahme und Mitarbeit am Schülerforum, Mitarbeit im GEBR, dem gemeinsamen Elternbeirat des Landkreises, Schulentwicklung und vieles mehr.

Sinn des Elternbeirates
Sollte es daran liegen, das man nicht erkannt hat, was der Elternbeirat sein sollte? Ist der Elternbeirat in den Augen vieler Eltern nur Veranstalter von Elterncafe zum Schulbeginn, Veranstalter eines Kuchenbazars beim Skibasar und Veranstalter der Pausenbrotaktion?

Als mein Sohn sich auf den Quali vorbereitete bot ich mich an, mit Schülern für den Quali zu üben. Aus Simons Klasse meldeten sich nur seine besten Freunde, die ohnehin schon mit ihm übten. Weitere Eltern aus der Klasse meldeten sich nicht. Ein Vater verbat sich sogar diese Belästigung per Mail. Hinzu kommt auch, dass ich von 28 Eltern in Simons Klasse nur von elf Eltern die Mailadresse hatte. Das Ergebnis war dann auch entsprechend. Einige Schüler erreichten den Quali nicht. Und einige Schüler erreichten nicht einmal den normalen Mittelschulabschluß, lagen also über einem Notendurchschnitt von 4.0. Diese Schüler, meist auch ohne Lehrvertrag, drehen nun eine Ehrenrunde auf der Berufsschule mit dem sogenannten Berufsfindungsjahr. Bei der Zeugnisabschlussfeier wurden dies Jahr keine Zahlen zur Erfolgsquote genannt. Als ich vor zwei Jahren als EB-Vorsitzender an einer Zeugnisabschlussfeier teilnahm, kann ich mich noch noch gut erinnern, wie dort die Erfolge genannt wurden.  Das diesjährige Ergebnis muss erheblich schlechter gewesen sein. Ein Schüler, als lernunwillig bekannt, war zur Zeugnisübergabe überhaupt nicht erschienen.

Lernunwillig – ein Dilemma
Was ist der Grund für dieses Dilemma? Zum einen lag es an einer schwierigen Lehrersituation. Die 9.Klasse hatte zwei Lehrerwechsel in diesem Schuljahr zu verkraften. Zum anderen lag es auch an einigen wenigen Schülern, die einfach keine Lust hatten. Wenn sich ein Schüler zu einem Referat nicht vorbereitet hat und lieber einen Sechser kassiert („Geben Sie mir einen Sechser, ich habe nichts vorbereitet!“), dann ist der beste Pädagoge machtlos. Es liegt aber auch am Elternhaus. Und nun schlage ich den Bogen zum mangelnden Elternengagement. Eltern, denen die Elternarbeit egal ist, ist auch die Arbeit ihres KIndes an der Schule egal. Der Pädagoge an der Schule kann nur einen Anteil an der Arbeit des Kindes leisten. Weitere Unterstütung muss auch vom Elternhaus kommen. Wenn die das Kind nicht erhält, verliert es. Da geht es um das Trainieren für den Quali, da geht es um das Erstellen einer guten Bewerbung, da geht es um die Suche eines Praktikumplatzes und vieles mehr.

Ich darf abschliessend erwähnen, dass das Training mit Simon und seinen Freunden von Erfolg gekrönt war. Alle drei haben den Quali geschafft, obwohl es bei einem Freund gar nicht gut aussah, aber auch er hat es geschafft und kann jetzt stolz sein.

Wenn ich mir die Elternabende so ansehe, dann fiel mir auf, dass man manche Eltern nie zu Gesicht bekam. Im Schuljahr 2016/17 passte das zu den Schülern, die jetzt auch ohne Quali/ABschluss oder Lehrvertrag dastehen. Kinder zu haben ist eine große Verantwortung. Wenn ich jetzt meine beiden Großen sehe, Judith mit ABi und weiterem Besuch einer Fachschule für MTLAs und Simon mit Quali und einer Ausbildung zum Feinwerkmechaniker, bin ich stolz, dass wir das zusammen geschafft haben.

Fragt mich!
Gern gebe ich meine Erfahrungen weiter. Vor allem im Bereich Bewerbungen kann ich helfen. Denn was hier die Schule vermittelt hat, ist nicht Stand der aktuellen Situation. Ich habe zu diesem Thema bereits einen Beitrag verfasst der hier nachzulesen ist. Ich denke da immer an den Mitschüler aus Simons Klasse, der 30 Bewerbungen geschrieben hat und 30 Absagen erhalten hat. Als ich die Bewerbungen sah, war mir klar warum. Eine Bewerbung zu erstellen ist heute nicht mehr lapidar und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bewerbung kommt von Werben, ein „hiermit bewerbe ich mich“ reicht nicht aus!

Auch der richtige Zeitpunkt für Bewerbungen ist wichtig. Vielen Eltern ist immer noch nicht bewusst, dass ihr Kind zum Beginn des neunten Schuljahrs eigentlich seinen Lehrvertag in der Tasche haben muss. Die meisten Firmen haben Ende September Bewerbungsschluss für  das kommende Ausbildungsjahr. Trotzdem gibts auch für die Nachzügler noch genügend Ausbildungsplätze. Es gibt aber nicht mehr die Wunschberufe, die sich manche vielleicht erträumen. Laut Arbeitsagentur Weilheim gab es aktuell nachgefragt, Ende August noch fast 400 Ausbildungsplätze für September 2017. Dies sind aber wie gesagt nicht die Wunschberufe, die sich manche vorstellen.

Schreibt mir hier in das Kontaktformular, wenn Ihr Fragen habt. Jede Anfrage wird beantwortet. Ich freue mich über Rückmeldungen.

 

 

 

Ein Wasserspender für 5000,- Euro. Zu teuer?

Diese Frage stellte ich mir, als ich den Spendenaufruf des Huglfinger Elternbeirates las. Da rief der Elternbeirat der Huglfinger Grund- und Mittelschule auf seinem Internetauftritt dazu auf, für einen Wasserspender zu spenden, der in der Schule aufgestellt werden sollte:

Wasserspender Huglfing

Ich habe mit Absicht einen Screenshot von diesem Beitrag gemacht, damit man ihn auch noch anschauen kann, wenn der Beitrag von der Website genommen werden sollte. Hier gehts direkt zum Beitrag:

Wasserspender

Nun, ich weiss nicht, was das für ein besonderer Wasserspender sein wird.  Mein Bruder ist Haustechniker in einem großen Unternehmen. Auch in diesem Unternehmen kommen Wasserspender zum Einsatz, aber keiner hat so viel gekostet. Vielleicht wird das  Wasser ja mit bei Mondschein bestrahlten Kristallen vitalisiert, es wird vielleicht in Drehung versetzt um den Nutzern zusätzliche Energie zu spenden. Wir wissen es nicht und werden es wohl auch nie erfahren. Oder hat hier die Firma Jakob einfach nur eine profitable Einnahmequelle entdeckt? Anscheinend wurden bereits mehrere dieser Wasserspender im Landkreis installiert.

5000,- Euro kann man sicher sinnvoller nutzen. Ob ein Wasserspender die Kinder an dieserSchule glücklicher macht ist noch fraglich, ich glaube es nicht.

Schreibt mir gern per Kontaktformular Eure Meinung, ich antworte zuverlässig und freue mich über Rückmeldungen.

 

 

Datenschutz? Sprechzeiten der Lehrer

In meiner Zeit als Elternbeirat habe ich oft den Begriff Datenschutz gehört. Er wurde oft und gern von der Schulleitung gebraucht. Oder missbraucht? Ich habe da so meine Zweifel. Nun bin ich nicht mehr Elternbeirat. Mein Sohn hat seinen Abschluss geschafft, er hat eine Lehrstelle und alles ist gut.

Als Elternbeirat interessierte mich auch immer wieder ein Internet-Auftritt der Schule. Ich war vier Jahre Elternbeirat und Elternbeiratsvorsitzender. In den gemeinsamen Sitzungen des Elternbeirates mit der Schulleitung haben wir über die Jahre immer wieder einmal nach dem Stand eines Internetauftrittes gefragt. Die Jahre gingen ins Land, man argumentierte, erst müssen gewisse Fragen des Datenschutzes geklärt werden.

Im Sommer 2016 war es dann soweit. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ging die Website der Schule online. Zeitgleich ging die Website des Elternbeirates online. Warum diese beiden Parteien einen getrennten Auftritt verwicklichten ist eine eigene Geschichte.

Die Schulleitung schickte mir als Elternbeiratsvorsitzenden auch eine Datenschutzerklärung damit der Elternbeirat auf der Schulwebsite genannt werden könne. Das habe ich aber abgelehnt und stattdessen eine Verlinkung mit der Website unseres Elternbeirates angeboten. Auf dieses Angebot habe ich nie eine Antwort erhalten.

Beide Internet-Auftritte liefen nun nebeneinander her. Auf der Website der Schule wurde der Elternbeirat mit keiner Silbe erwähnt. Auf der Website des Elternbeirates wurde ein Link zur Schulbwebsite geschaltet. Gerüchteweise soll sich die Schulleitung sogar geäussert haben, der Elternbeirat wolle mit der Website der Schule nichts zu tun haben. Eine Aussage, wenn sie so stattgefunden haben sollte, natürlich völlig falsch war.

Es war egal. Die Website des Elternbeirates erfreute sich steigender Beliebtheit und informierte regelmässig über diverse Belange der Elternarbeit und vieles mehr aus dem Umfeld Schule und Eltern.

Der Elternbeirat entschied sich, die Sache mit der Anbindung an die Schulwebsite ruhen zu lassen. Die Schulleiterin, eine Pädagogin alter Schule, erfahren und routiniert, würde ihren Dienst im Sommer 2017 beenden. Man wollte hier nicht mehr weiter aktiv werden. Die Geschichte sollte erst mit einem neuen Schulleiter wieder Fahrt aufnehmen.

Sommer 2017
Die Schulleitung nimmt die Sprechstundenzeiten der Lehrer von der Schulwebsite. Angeblich wäre dies von der Datenschutzbeauftragten beanstandet worden.

Jetzt kann man nur vermuten was hier passiert ist.

Haben sich die Lehrkräfte vermehrt dagegen ausgesprochen, das die Sprechzeiten auf die Website kommen?

Wozu ist dann so eine Website gut, wenn man nicht mal schnell nachschauen kann?

Wie handhaben das andere Schulen im Landkreis?

Ich habe recherchiert und bin zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen. Alle Internetauftritte von Schulen, hier im Landkreis nennen auf ihren Seiten die Sprechzeiten. Manche überarbeiten sie noch, jetzt zu Beginn des Schuljahres, andere bieten sogar die Möglichkeit, direkt einen Termin zu buchen. Hier ein paar Bildbeispiele, auch mit Nennung der Internetadressen (im Text hervorgehoben und verlinkt):

Zuerst die Staufer-Grundschule in Schongau. Das Webangebot dieser Grundschule kann sich sehen lassen. Sogar der aktuelle Elternbrief ist online abrufbar. Man sieht, wer diesen Internetauftritt realisiert hat, war mit Leib und Seele dabei. Es macht Spass durch das Angebot zu blättern:

Staufer Grundschule Schongau
Sprechzeiten der Lehrer, Staufer Grundschule in Schongau

Diese Grundschule ist zwar größer, als die Schule an der ich Elternbeirat war, zumal ich Elternbeirat der Mittelschule war. Ich denke aber, dies ist kein Argument. Es wäre wirklich interessant zu wissen, ob dies gegen den Datenschutz verstößt. Oder gibt es in Schongau eine Lehrerschaft, die sich bewusst dafür ausgesprochen hat und dieser Veröffentlichung zustimmt?

Ein weiteres Beispiel und dabei möchte ich es auch belassen, ist das Gymnasium Weilheim. Diese Website ist seit Jahren bekannt für ihre hohe Qualität des Inhalts. Es gibt einen Newsletter mit wöchentlichem Versand, wer die Infos per Papier will, muss dafür Kopiergeld zahlen und man kann sogar Sprechzeiten online buchen. Formulare für Abwesenheit, Krankmeldung etc. können heruntergeladen werden. Nun ist das Gymnasium auch eine ganz andere Kategorie. Weit über 1500 Schüler besuchen diese Bildungseinrichtung. Das Team der Website besteht aus einer Redaktion von etlichen Mitarbeitern, teils Schüler, teils Lehrkräfte. Mitglieder der IT-AG administrieren die Website technisch. Alles wird in der Schule betreut, kein externer Dienstleister ist eingebunden. Man kann sich hier ein Beispiel nehmen, für einen perfekten Internetauftritt. Es muss ja nicht dieser hohe Aufwand getrieben werden. Aber es gibt Dinge die nachahmenswert wären. Hier nun die Seite der Sprechzeiten der Lehrkräfte:

Sprechzeiten Gymnasium Weilheim

Allein dieser Menüpunkt „Für Eltern“ vermittelt Eltern das Gefühl, hier bin ich richtig! Das Gymnasium hat auch ein neues Konzept der Sprechstunden entwickelt:

Ich verstehe, wenn Eltern in der Grundschule im vierten Schuljahr nervös werden, ob ihr Kind den Übertritt schafft. Wer möchte nicht sein Kind an einer Schule wissen, wo bereits der Internetauftritt Wohlfühlen vermittelt. Meine Tochter ging gern auf das Weilheimer Gymnasium. Trotz der hohen Schülerzahl fühlte sie sich immer gut aufgehoben.

Das auf beiden jetzt vorgestellten Internetauftritten, der Elternbeirat ausführlich berücksichtigt wird, braucht man gar nicht näher zu erwähnen. Das ist bei diesen Schulen eine Selbstverständlichkeit.

Surft mal selbst durchs Netz. Ihr werdet viele weitere Beispiele finden. Anscheinend verstoßen auch andere Schulen gegen den Datenschutz oder ist das alles nur Humbug?

Schön finde ich auch die Seiten des Murnauer Gymnasiums. Alles ein bisschen kleiner und feiner, aber nichts destotrotz, Sprechstunden werden frei kommuniziert, der Elternbeirat hat seinen festen Platz.

Ich bin gespannt, wie es an der ehemaligen Schule meines Sohnes weitergeht. Ich werde auf jeden Fall hier berichten. Vor allem kritisch und offen. Ohne jemanden zu schonen und ohne etwas zu verschweigen. Schaut öfter hier rein, es lohnt sich!

Das Problem steht/liegt immer hinter der Kamera

Was will ich damit sagen? Es gibt eine Menge Hobbyfotographen, die einem fatalen Irrtum erliegen. Sie glauben man müsse nur genügend Geld ausgeben, dann würden auch die Fotos gelingen.

In meiner aktiven Zeit bei Pearson Deutschland habe ich unter der Marke Markt und Technik zahlreiche Fotobücher verlegt. In dieser Zeit habe ich meine alte Leidenschaft wiederentdeckt. Zuletzt hatte ich während meiner Schulzeit und während der Bundeswehr aktiv Kontakt mit der Fotografie.

In der Schule hatten wir einen aktiven Lehrer, der seine Freizeit opferte und mit uns und einer Leica auf Fototour ging. Die Ergebnisse unserer Fototouren entwickelten wir im schuleigenen Fotolabor. Dieser Lehrer zeigte uns aber vor allem, wie ein gutes Foto entsteht. Die verwendete Kamera hatte keinen Autofokus und keine Belichtungsautomatik. Das war echte Handarbeit. So lernten wir den Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit. Ich bin diesem Lehrer noch heute dankbar für diese Zeit.

In meiner Zeit bei der Bundeswehr unterhielt ich mich eines Tages mit unserem Kompaniefeldwebel, wie man die Soldaten in ihrer Freizeit einer vernünftigen Tätigkeit zuführen könnte. Ich erfuhr dass es dafür sogar einen Etat gab.  Da kam mir die Idee, doch ein Fotolabor einzurichten. So konnten die Soldaten selbstgemachte Fotos entwickeln und vergößern. Damit das Ganze nicht zu aufwändig wurde, beschränkten wir uns auf ein Schwarzweisslabor.

Ich bekam eine bestimmte Summe, zog los und kaufte ein. Vergrößerer, Filmentwicklungsdose, Chemikalien, Fotopapier, Entwicklerschalen, Rotlicht und vieles mehr. Ein Raum mit Wasseranschluss im Kompaniegebäude war auch bald gefunden. Der Raum wurde lichtdicht gemacht und bald konnten die ersten Filme entwickelt und vergrößert werden. Es machte uns allen sehr viel Spass.

Im März 2014 sass ich an dem Brunnen am Stachus. Ein junges Pärchen mit Kamera kam auf mich zu. Es stellte sich heraus, dass sie Volontäre bei der Münchner tz waren. Sie recherchierten für einen Artikel des Online-Auftrittes der Zeitung. Das Thema war : „So täuscht uns unser Gehirn – Vorurteile und Mythen des Alltags“. Nun, aufgrund meiner Tätigkeit als Lektor für Fotobücher hatte ich so einschlägige Erfahrungen gesammelt. Kunden unserer Bücher kauften sich Kameras zu schwindelerregenden Preisen, die Fotos wurden aber nicht besser. Im Gegenteil, es wurde sogar bemängelt, dass den teuren Kameras, die Motivprogramme (sogenannte Deppenprogramme) fehlten. Diese Erfahrung gab ich zum Besten. Prompt wurde das veröffentlicht.

Ich habe lange nicht mehr an diesen Artikel gedacht. Erst neulich beim „Selbstgoogeln“ stiess ich wieder auf diesen Artikel mit einem Bild von mir:

Mythos Fotografie
Artkel in der tz vom 22.3.2014

Hier gehts zum Link dieses Artikels:

https://www.tz.de/muenchen/stadt/so-taeuscht-uns-unser-gehirn-vorurteile-mythen-alltags-tz-3429836.html

Was will ich damit sagen? Fotografie ist ein Handwerk das man beherrschen sollte. Die heutige Beliebigkeit der Fotografie mit Smartphone und Tablet ist ruinös. Wer kennt heute noch die Bedeutung von Blende und Verschlusszeit?

Das Problem ist nicht die Kamera, sondern derjenige der dahinter steht.

Einer meiner Lieblingsautoren für die Fotobücher sagte einmal etwas sehr Kluges: „Erst wenn man seine derzeitige Kamera beherrscht sollte man sich eine höherwertige Kamera kaufen.“ Recht hatte er.

Oder anders gesagt, wer nicht fotografieren kann, sollte es lernen. Er wird sonst keine Freude an diesem Hobby haben. Oder die Fotos werden einfach immer Scheisse ausschauen!

Lasst uns darüber nachdenken!

 

Wie verbrennt man eine Website?

Dies ist ein schönes Beispiel, was passiert wenn eine Website nicht regelmässig gepflegt wird. Was war passiert? Der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Huglfing hatte sich im Mai 2016 laut Protokoll vom 30.5.2016 entschieden, für den Elternbeirat einen eigenen Internetauftritt zu realisieren. Ich war der Initiator und hatte mich bereit erklärt die Sache auf den Weg zu bringen. Es meldeten sich vier weitere Personen, die ihre Mitarbeit zusicherten.

Bei der Konzeption war es mir wichtig, dass ein System zum Einsatz kommt, das leicht zu bedienen ist. Deshalb entschied ich mich für den Einsatz eines Redaktionssystems auf Basis von WordPress. WordPress zeichnet sich durch besonders einfache Bedienung aus. Sowohl von der inhaltlichen Seite, als auch von der Administration. Auch ich bin kein Programmierer, das braucht es auch heutzutage nicht mehr, um eine Website oder einen Blog zu betreiben.

Der Internetauftritt wurde realisiert, die Website war wenige Tage nach der Sitzung vom 30.5.2016 des Elternbeirates online. Ich erklärte mich bereit, eine Schulung über WordPress durchzuführen. Im laufenden Schuljahr war das nicht mehr zu realisieren. Am 14.1.2017 war es dann soweit. Ich hatte die Schulung lange vorher angekündigt. Von den vier Personen, die sich am 30.5.2016 zur Mitarbeit bereit erklärt hatten war nur eine erschienen. Es waren dann noch weitere Interessenten erschienen, die aber technisch so versiert waren, dass sie eigentlich diese Einsteigerschulung nicht brauchten. Sie waren neu im Elternbeirat und sehr interessiert.

Wisst Ihr was eine Windmaschine ist?

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir wieder einmal klar, ich war wieder auf Windmaschinen hereingefallen. Seit Juni 2016 hatte ich etliche Beiträge auf diesem Blog des Elternbeirates verfasst. Die Website oder Blog wurde in Suchmaschinen perfekt gefunden und erreichte excellente Suchergebnisse. So sollte es sein. Ich hatte bis hierher also alles richtig gemacht. Was fehlte waren Beiträge anderer Eltern.

Bei der schlecht besuchten Schulung, wurde mir klar, das wird so nichts. Zeitgleich bereitete sich mein Sohn in der Mittelschule auf den Quali vor. Das kostete mich Zeit. Ende März dann die Hiobsbotschaft, der Krebs war zurück. Der Diagnose ging eine Notaufnahme wegen einer Lungenembolie voraus. Es war das volle Programm. Deshalb habe ich mich aus der Arbeit im Elternbeirat und damit aus der Arbeit an der Website ganz schnell zurückgezogen. Dies stiess leider nicht nur auf Verständnis, wie ich später erfuhr.

Eine Teilnehmerin aus der Schulung verfasste ein paar wenige Beiträge auf dem Bog. Das wars dann aber auch.  Die Zugriffszahlen gingen kontinuierlich nach unten. Das Blog rutschte in den Orkus des Vergessens.

Wenn man die Zugriffsstatistik des Blogs aufruft kann man diesen Trend sehr schön sehen:

www.eb-schule-huglfing.de

Wer selbst einmal aktuell nachschauen möchte kann dies unter www.eb-schule-huglfing.de/usage gern tun.

Nun kommt ein weiterer unglücklicher Umstand dazu. Als ich Mitte September zufällig mal wieder die Website des Elternbeirates besuchte stellte ich einen massiven Befall mit Spamkommentaren fest. Viagra, Penisverlängerungen, etc. das volle Programm. Die Kommentare sind massiv ab Anfang August aufgelaufen. Niemand hatte es für nötig gehalten, ab und zu mal auf die Website zu schauen. Klar, es waren Ferien, also machen auch die Spammer Ferien. Oder doch nicht? Gleichzeitig stellte ich fest, das von mir erstellte Beiträge mit einem Link zu meiner eigenen privaten Website versehen waren. Ich forderte daher die Elternbeiratsvorsitzende auf diese Links unverzüglich zu entfernen. Antwort erhielt ich dann vom neuen Admin, der sich technisch um die Website kümmern sollte. Wie auch immer, die Mail wäre zu umfangreich, um hier darauf einzugehen. Kurz gesagt, wir einigten uns darauf alle meine Beiträge zu löschen. Der neue Admin sah hier keine andere Lösung.

In meiner aktiven Zeit mit der Website hatte ich 70 Beiträge erstellt, die sich mit der Thematik Elternbeiratsarbeit, Elternarbeit, Infos für Eltern uvm. befasst hatten. Es hatte sich also ein guter Grundstock an Infos, Links und vieles mehr etabliert.

Was geschieht mit Suchmaschineneinträgen?

Nun, das ist eine gute Frage. Die Einträge in Suchmaschinen zur Huglfinger Schule sind zahlreich, immer noch…. aber das Löschen hat fatale Folgen. Jeder Beitrag produziert eine große Menge an Suchmaschineneinträgen. Bei 70 Beiträgen dürfte ein Vielfaches an Suchmaschineneintgrägen existieren. Ich habe mal ein paar Suchbegriffe eingegeben:

Google

Diese Suchworte erbrachten also 20.100 Ergebnisse! Das ist beachtlich! Aber es hat fatale Folgen! Denn klickt man auf ein Ergebnis, kommt von der Website jetzt eine Fehlermeldung:

Elternbeirat Huglfing

Sicher hätte man hier eine bessere Lösung finden können. Aber lohnt sich der Aufwand für eine Sache, hinter der niemand steht? Der jetzige Admin hat mir schon bei der Übergabe der Website an ihn versichert, er wird sich nicht um Inhalte kümmern. Das war auch mein Plan, leider hat niemand ernsthaft mitgearbeitet. Bis auf einen Beitrag zu einem Wasserspender für 5000,- Euro oder der xten Pausenbrotaktion, kam nicht viel. Aktuelle Ereignisse wie die Verabschiedung von Frau Seidler, Zeugnisabschlussfeier, Infos zur Neuwahl des Elternbeirates etc. Fehlanzeige.

Nun ist diese Website meiner Ansicht nach verbrannt. Jeder nutzt heute Suchmaschinen, in dem Fall Google. Aber habe ich Lust eine Website zu besuchen, die nur Fehlemeldungen produziert, wenn ich einen Link aufrufe? Eigentlich kann man diesen Auftritt jetzt nur noch löschen.

Denn der Auftritt kostet auch Geld. www.eb-schule-huglfing.de gibt es nicht für lau. Die Jahresgebühr dieser Doman mit dazu gehörigen E-Mail-Postfächern und allem drum und dran liegt bei 60 Euro Jahresgebühr. Aber anscheinend ist dieser Betrag egal für den Elternbeirat.

Und das Fazit für mich?

Ich bin ein weiteres Mal auf Windmaschinen hereingefallen. Aber ich habe gelernt. Neulich hatte ich ein Gespräch mit den Vorständen eines Kleintierzüchtervereins. Zusammen mit ein paar interessierten Mitgliedern zeigte ich am Beispiel meiner Website www.bergmoser.de wie einfach es ist, mit WordPress einen Internetauftritt zu verwirklichen und diesen vor allem am Laufen zu halten. Ich betonte wie wichtig es ist, das hier eine Mannschaft gebildet wird, die das Teil inhaltlich betreut.

Und da war es wieder, das alte Problem.

Jeder Anwesende ging wohl davon aus, dass ich das übernehmen würde. Ich würde mich doch so gut auskennen. Ich empfahl dann doch lieber noch ein paar Rammler für den Verein anzuschaffen. Das mit der Website sollte man besser sein lassen. Ich bezahlte mein Getränk und suchte schnell das Weite.

Dieser Verein wird auch in hundert Jahren noch keinen Internetauftritt haben. Und man wird ihn auch in keiner Suchmaschine finden und das ist auch gut so!

Fehler die man nur einmal macht

Ich weiss nicht, ob ich es schon erwähnt hatte, aber mich wundert nichts mehr.

Vorgeschichte:
Ein kleiner Verein möchte gerne online gehen und sich eine Webpräsenz schaffen. Ich habe den Vorstand besucht und musste bald feststellen, das die Damen und Herren anscheinend Angst haben, wenn sie im Internet auf eine Seite gehen, man könne da etwas kaputt machen.

Nun, ich kam schnell dahinter, was der wahre Grund ist. Websites sind heute dynamisch. Man klickt wohin und wupp, sieht alles anders aus. Ja ich weiss, die Damen und Herren sprachen auch dauernd von einer Homepage. Eine Homepage ist aber klassisch nur die erste Seite eines Webauftritts. Aber so etwas wie eine erste Seite gibts nun gar nicht mehr. Schon so ungefähr seit 2000 oder noch früher. Will aber niemand mehr haben. Ich habe den erstaunten Damen und Herren schnell klar gemacht, das sie für ihren Verein vielleicht doch besser noch ein paar Rammler anschaffen. Zumal sich auch niemand finden würde, der im Verein die Website übernimmt. Sie nahmen wohl an, ich würde mich dann darum kümmern.

Danke! Ich mache so einen Fehler sicher nicht zweimal.

Ich habe dann auch eine Anleitung zum Bedienen meiner Website erstellt unter  http://www.bergmoser.de/wie-bediene-ich-das-alles-hier/  könnt Ihr das Ergebnis anschauen

<Fortsetzung folgt>

Hasenbergl Dülferstrasse Nachtaufnahme

Wie Ihr sicher wisst, bin ich im Hasenbergl aufgewachsen. Bereits in meiner Jugendzeit hat mich die Leidenschaft zur Fotografie gepackt. Einen besonderen Reiz übten auf mich Nachtaufnahmen aus. Eines Abends stellte ich mich, bestückt mit Kamera und Stativ auf die Brücke über der Dülferstrasse. Verschlusszeit auf B und Blende zu. So kam dieses Bild zustande. Man beachte die damaligen Autos. Es muss Ende der 60iger, Anfang der 70iger gewesen sein. Da ich damals mit 6×6 fotografierte ist dieser Scan auch quadratisch. Kamera war eine Voigtländer Perkeo II, die mich lange auf meinen Foto-Streifzügen begleitete. Jeder Schuss wollte wohlüberlegt sein. Filme und Filmentwicklung waren damals nicht billig. Man musste wissen, wie Verschlusszeit und Blende zu einem guten Bild beitrugen.

Dülferstrasse München Hasenbergl
Dülferstrasse Hasenbergl bei Nacht

Man darf sich Gedanken machen, wie die heutigen digitalen Kameras reagieren, wenn man so eine Nachtaufmahme macht. Die meisten Anwender scheitern aber bereits an der Einstellung „B“. Der Rest scheitert dann am nicht vorhandenen Stativ. Und wer es doch zustande bringt, dem spielt der digitale Sensor meist einen Streich. Lichter werden überstrahlt, dunkle Bildpartien sumpfen ab. Es gibt wenige digitale Kameras die das beherrschen. Diese Kameras sind meist im High-End-Bereich zu finden. Das schliesst eine große Zahl von Endanwendern aus. Deshalb greift man in neuerer Zeit wieder vermehrt zur analogen Technik.

Zeitreisen – Digitalisieren alter Farbfilme und Dias

Im Nachlass meiner Schwiegereltern fand ich 2009 beim Aufräumen auch zahlreiche Dias. Opa hatte fotografiert. Die Kamera hat ihm seinerzeit Oma zu Weihnachten geschenkt. Opa hatte sich die Grundlagen mit Hilfe eines Onkels angeeignet. Das er die Kamera im Griff hatte und gelernt hatte, wie Blende und Verschlusszeit zu bedienen sind, zeigen die zahlreichen gelungenen Dias.

Einige der Dias werde ich in Fotogalerien zusammenfassen. Viele der abgebildeten Personen sind schon von uns gegangen. Digitalisiert leben sie weiter.

Das folgende Bild zeigt die ca. vierjährige Annemarie, meine Ehefrau. Links ihre Mutter und rechts eine Tante. Es ist ein Scan von einem Farbdia 24×36. Sanft nachbearbeitet und Bildfehler wie Schmutz oder Kratzer beseitigt. Gern stelle ich das Bild für Verwandte und Bekannte unserer Familie zur Verfügung. Hier ist nur eine in der Auflösung reduzierte Version zu sehen. Die Originaldatei vom Scan enthält die hohe Aufllösung und ist 7MB groß. Wer Interesse hat, möge sich einfach melden. Auch für Hinweise zum Aufnahmedatum bin ich dankbar. Da ich weiss, wann Annemarie geboren wurde, habe ich das mal geschätzt.

Familie Bergmoser
In den Bergen. Diascan, Original ca. 1963. V.l.n.r.: Unsere Oma, Annemarie und Tante Minni, eine Schwester unserer Oma.

Das Erbe: Teil 1, die Ofenattrappe

Als wir 2009 dieses Erbe antraten war uns nicht klar, auf was wir uns eingelassen hatten. Deshalb gibts hier aus dem Zusammenhang gerissen diverse „wilde Bilder“ Fotos der Renovierung von einem Haus in angeblich gutem Zustand.

Bald kam heraus, vor allem als wir ein Gutachten aufgrund des Erbstreits in Auftrag geben mussten, das wir ein Haus geerbt hatten, dass erheblich unter einem sogenannten „Investitionsstau“ gelitten hatte. Einen Abriss und Nebau konnten und wollten wir uns nicht mehr leisten. Wären wir zehn Jahre jünger gewesen, vielleicht ja.

So renovierten wir so gut es ging. Allein im Jahr 2009 absolvierten wir über 700 Arbeitstunden im Haus. Hinzu kamen dann noch mein Bruder Paul und sein Freund Michi. Michi war berüchtigt als sogenannter „Kampfmaler“. Es ist erstaunlich, wenn man sieht wie die Profis arbeiten. Hatte ich mich beim Streichen eines Raumes über einen ganzen Tag verlustiert, war Michi mit der selben Arbeit in einer Stunde fertig. Und das Ergebnis sah eindeutig besser aus!

Beheizt wurde das Haus früher pro Stockwerk durch je einen Ölbrenner der mit einer Kachelofenattrappe verkleidet war. Diese Attrappe hatte Luftöffnungen in das Wohnzimmer, in den Gang und in das Schlafzimmer. Ein Gebläse konnte zugeschaltet werden, um die warme Luft zu verteilen. Das Bad wurde durch einen Badewannenofen mit Öl beheizt. Das Kinderzimmer war unbeheizt. In der Küche stand ein Holzherd.

Hier ein Bild so einer Ofenattrappe:

Die Ofenattrappe – zugig, sperrig und nutzlos!

Erst 2006 hatte sich unsere selige Oma entschlossen, eine Zentralheizung einbauen zu lassen. Es gab große Diskussionen mt den Mietern im ersten Stock. Der Sohn unserer Oma musste vermitteln, der Opa war bereits verstorben, die Mieter wehrten sich mit Händen und Füßen, begründeten ihre Angst mit dem Schmutz der anfallen sollte. Unsere Oma war keine Frau die sich durchsetzen konnte. Später wurde uns erst klar, wie diese Mieter versuchten, möglichst rigeros ihre Belange durchzusetzen. Die Frau dieses Ehepaars war als Erzieherin tätig. Sie hatte es gelernt, wie man seine Belange durchsetzt.

Die Zentralheizung wurde dann doch installiert. Der Installateur leistete excellente Argbeit. Er arbeite quasi „minimalinvasiv“. Es entstand kaum Staub ode Dreck.

Die Mieter hatten einen Sonderwunsch in Bezug auf die Heizkörper im Wohnzimmer. Anstelle zwei kleinerer Heizkörper jeweils unter einem Fenster, wurde nur ein großer Heizkörper am Westfenster installiert. Am Südfenster stand eine große Sitzgruppe, so daß für einen Heizkörper kein Platz mehr war. Wie sich später heraustellte, ein verhängnisvoller Fehler, denn dieser über zwei Meter breite Heizkörper zog Wärmemengen, die sich sehen lassen konnten. Im Erdgeschoß wurden im selben Raum jeweils ein kleinerer Heizkörper unter West- und Südfenster eingebaut.

Die erste Heizkostenabrechnung hatte es in sich. Als jetzt die verbrauchten Wärmemengen durch geeichte Wärmemengenzähler erfasst wurden, wurde deutlich, wieviel jede der Parteien im Haus an Heizkosten verbauchte. Bisher wurden die gekauften Ölmengen jeweils zur Hälfte abgerechnet. Eine Verbrauchserfassung, wieviel Heizöl im Erdgeschoß und im ersten Stock verbraucht wurde, erfolgte nicht.

Dazu aber mehr in einem eigenen Beitrag.

Was wurde nun aus den Ofenattrappen? Diese blieben nach dem Einbau der Zentralheizung erstmal wo sie waren. Durch die Lüftungsöffnungen zog die Zugluft zwischen Gang, Wohnzimmer und Schlafzimmer. So dicht schlossen diese Öffnungen mit ihren Klappen nicht mehr. Hier ging einiges an Heizenergie flöten. Deshalb war uns sofort klar, dass wir diese Attrappen entfernen würden, zumal sie Platz weg nahmen und keine Funktion mehr hatten.

Erst als wir 2009 einzogen, entfernten wird diese Attrappen, zuerst im Erdgeschoß und als wir uns von den netten Mietern im ersten Stock trennten (sie kündigten von ganz alleine), auch im ersten Stock.

So sah es aus, als die Attrappe entfernt worden war:

Rattatazong! Weg war der… ähh Oooofen?

Es fielen ca. 600 kg Schutt an. Der Boden musste ergänzt werden. Das wurde vom örtlichen Bodenleger perfekt übernommen. Dieser Bodenleger hat dann auch die schönen Holzböden renoviert, die anscheinend seit dem Bau des Haus im Jahre 1965 noch nie renoviert wurden. Hier wurde einmal beim Hausbau nicht gespart. Das war noch richtiges Parkett, da konnte ordentlich abgeschliffen werden, damit der Boden wieder gut aussah. Die Lüftungsöffnungen zum Gang, ins Wohnzimmer und ins Schlafzimmer wurden zugemauert. Hier konnte jetzt nichts mehr ziehen oder Wärme verloren gehen.

Als der Bodenleger seine Arbeit vollendet hatte, sah es so aus:

Das war nun eine saubere Sache. Nichts störte mehr, keine Zugluft liess Kerzenflammen und Vorhänge wackeln und mehr Platz war auch geschaffen.

Dies ist die Geschichte der Ofenattrappen. Weitere werden folgen. Ich werde alle Geschichten mit Bildmaterial belegen. Damit werden auch einige Lügen entlarvt werden. Eine zukünftige Geschichte könnte lauten: „Wenn eine Wohnung unrenoviert übergeben wird.“

Viel Spass beim Lesen!