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Datenschutz? Sprechzeiten der Lehrer

In meiner Zeit als Elternbeirat habe ich oft den Begriff Datenschutz gehört. Er wurde oft und gern von der Schulleitung gebraucht. Oder missbraucht? Ich habe da so meine Zweifel. Nun bin ich nicht mehr Elternbeirat. Mein Sohn hat seinen Abschluss geschafft, er hat eine Lehrstelle und alles ist gut.

Als Elternbeirat interessierte mich auch immer wieder ein Internet-Auftritt der Schule. Ich war vier Jahre Elternbeirat und Elternbeiratsvorsitzender. In den gemeinsamen Sitzungen des Elternbeirates mit der Schulleitung haben wir über die Jahre immer wieder einmal nach dem Stand eines Internetauftrittes gefragt. Die Jahre gingen ins Land, man argumentierte, erst müssen gewisse Fragen des Datenschutzes geklärt werden.

Im Sommer 2016 war es dann soweit. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ging die Website der Schule online. Zeitgleich ging die Website des Elternbeirates online. Warum diese beiden Parteien einen getrennten Auftritt verwicklichten ist eine eigene Geschichte.

Die Schulleitung schickte mir als Elternbeiratsvorsitzenden auch eine Datenschutzerklärung damit der Elternbeirat auf der Schulwebsite genannt werden könne. Das habe ich aber abgelehnt und stattdessen eine Verlinkung mit der Website unseres Elternbeirates angeboten. Auf dieses Angebot habe ich nie eine Antwort erhalten.

Beide Internet-Auftritte liefen nun nebeneinander her. Auf der Website der Schule wurde der Elternbeirat mit keiner Silbe erwähnt. Auf der Website des Elternbeirates wurde ein Link zur Schulbwebsite geschaltet. Gerüchteweise soll sich die Schulleitung sogar geäussert haben, der Elternbeirat wolle mit der Website der Schule nichts zu tun haben. Eine Aussage, wenn sie so stattgefunden haben sollte, natürlich völlig falsch war.

Es war egal. Die Website des Elternbeirates erfreute sich steigender Beliebtheit und informierte regelmässig über diverse Belange der Elternarbeit und vieles mehr aus dem Umfeld Schule und Eltern.

Der Elternbeirat entschied sich, die Sache mit der Anbindung an die Schulwebsite ruhen zu lassen. Die Schulleiterin, eine Pädagogin alter Schule, erfahren und routiniert, würde ihren Dienst im Sommer 2017 beenden. Man wollte hier nicht mehr weiter aktiv werden. Die Geschichte sollte erst mit einem neuen Schulleiter wieder Fahrt aufnehmen.

Sommer 2017
Die Schulleitung nimmt die Sprechstundenzeiten der Lehrer von der Schulwebsite. Angeblich wäre dies von der Datenschutzbeauftragten beanstandet worden.

Jetzt kann man nur vermuten was hier passiert ist.

Haben sich die Lehrkräfte vermehrt dagegen ausgesprochen, das die Sprechzeiten auf die Website kommen?

Wozu ist dann so eine Website gut, wenn man nicht mal schnell nachschauen kann?

Wie handhaben das andere Schulen im Landkreis?

Ich habe recherchiert und bin zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen. Alle Internetauftritte von Schulen, hier im Landkreis nennen auf ihren Seiten die Sprechzeiten. Manche überarbeiten sie noch, jetzt zu Beginn des Schuljahres, andere bieten sogar die Möglichkeit, direkt einen Termin zu buchen. Hier ein paar Bildbeispiele, auch mit Nennung der Internetadressen (im Text hervorgehoben und verlinkt):

Zuerst die Staufer-Grundschule in Schongau. Das Webangebot dieser Grundschule kann sich sehen lassen. Sogar der aktuelle Elternbrief ist online abrufbar. Man sieht, wer diesen Internetauftritt realisiert hat, war mit Leib und Seele dabei. Es macht Spass durch das Angebot zu blättern:

Staufer Grundschule Schongau
Sprechzeiten der Lehrer, Staufer Grundschule in Schongau

Diese Grundschule ist zwar größer, als die Schule an der ich Elternbeirat war, zumal ich Elternbeirat der Mittelschule war. Ich denke aber, dies ist kein Argument. Es wäre wirklich interessant zu wissen, ob dies gegen den Datenschutz verstößt. Oder gibt es in Schongau eine Lehrerschaft, die sich bewusst dafür ausgesprochen hat und dieser Veröffentlichung zustimmt?

Ein weiteres Beispiel und dabei möchte ich es auch belassen, ist das Gymnasium Weilheim. Diese Website ist seit Jahren bekannt für ihre hohe Qualität des Inhalts. Es gibt einen Newsletter mit wöchentlichem Versand, wer die Infos per Papier will, muss dafür Kopiergeld zahlen und man kann sogar Sprechzeiten online buchen. Formulare für Abwesenheit, Krankmeldung etc. können heruntergeladen werden. Nun ist das Gymnasium auch eine ganz andere Kategorie. Weit über 1500 Schüler besuchen diese Bildungseinrichtung. Das Team der Website besteht aus einer Redaktion von etlichen Mitarbeitern, teils Schüler, teils Lehrkräfte. Mitglieder der IT-AG administrieren die Website technisch. Alles wird in der Schule betreut, kein externer Dienstleister ist eingebunden. Man kann sich hier ein Beispiel nehmen, für einen perfekten Internetauftritt. Es muss ja nicht dieser hohe Aufwand getrieben werden. Aber es gibt Dinge die nachahmenswert wären. Hier nun die Seite der Sprechzeiten der Lehrkräfte:

Sprechzeiten Gymnasium Weilheim

Allein dieser Menüpunkt „Für Eltern“ vermittelt Eltern das Gefühl, hier bin ich richtig! Das Gymnasium hat auch ein neues Konzept der Sprechstunden entwickelt:

Ich verstehe, wenn Eltern in der Grundschule im vierten Schuljahr nervös werden, ob ihr Kind den Übertritt schafft. Wer möchte nicht sein Kind an einer Schule wissen, wo bereits der Internetauftritt Wohlfühlen vermittelt. Meine Tochter ging gern auf das Weilheimer Gymnasium. Trotz der hohen Schülerzahl fühlte sie sich immer gut aufgehoben.

Das auf beiden jetzt vorgestellten Internetauftritten, der Elternbeirat ausführlich berücksichtigt wird, braucht man gar nicht näher zu erwähnen. Das ist bei diesen Schulen eine Selbstverständlichkeit.

Surft mal selbst durchs Netz. Ihr werdet viele weitere Beispiele finden. Anscheinend verstoßen auch andere Schulen gegen den Datenschutz oder ist das alles nur Humbug?

Schön finde ich auch die Seiten des Murnauer Gymnasiums. Alles ein bisschen kleiner und feiner, aber nichts destotrotz, Sprechstunden werden frei kommuniziert, der Elternbeirat hat seinen festen Platz.

Ich bin gespannt, wie es an der ehemaligen Schule meines Sohnes weitergeht. Ich werde auf jeden Fall hier berichten. Vor allem kritisch und offen. Ohne jemanden zu schonen und ohne etwas zu verschweigen. Schaut öfter hier rein, es lohnt sich!

Das Problem steht/liegt immer hinter der Kamera

Was will ich damit sagen? Es gibt eine Menge Hobbyfotographen, die einem fatalen Irrtum erliegen. Sie glauben man müsse nur genügend Geld ausgeben, dann würden auch die Fotos gelingen.

In meiner aktiven Zeit bei Pearson Deutschland habe ich unter der Marke Markt und Technik zahlreiche Fotobücher verlegt. In dieser Zeit habe ich meine alte Leidenschaft wiederentdeckt. Zuletzt hatte ich während meiner Schulzeit und während der Bundeswehr aktiv Kontakt mit der Fotografie.

In der Schule hatten wir einen aktiven Lehrer, der seine Freizeit opferte und mit uns und einer Leica auf Fototour ging. Die Ergebnisse unserer Fototouren entwickelten wir im schuleigenen Fotolabor. Dieser Lehrer zeigte uns aber vor allem, wie ein gutes Foto entsteht. Die verwendete Kamera hatte keinen Autofokus und keine Belichtungsautomatik. Das war echte Handarbeit. So lernten wir den Zusammenhang zwischen Blende und Belichtungszeit. Ich bin diesem Lehrer noch heute dankbar für diese Zeit.

In meiner Zeit bei der Bundeswehr unterhielt ich mich eines Tages mit unserem Kompaniefeldwebel, wie man die Soldaten in ihrer Freizeit einer vernünftigen Tätigkeit zuführen könnte. Ich erfuhr dass es dafür sogar einen Etat gab.  Da kam mir die Idee, doch ein Fotolabor einzurichten. So konnten die Soldaten selbstgemachte Fotos entwickeln und vergößern. Damit das Ganze nicht zu aufwändig wurde, beschränkten wir uns auf ein Schwarzweisslabor.

Ich bekam eine bestimmte Summe, zog los und kaufte ein. Vergrößerer, Filmentwicklungsdose, Chemikalien, Fotopapier, Entwicklerschalen, Rotlicht und vieles mehr. Ein Raum mit Wasseranschluss im Kompaniegebäude war auch bald gefunden. Der Raum wurde lichtdicht gemacht und bald konnten die ersten Filme entwickelt und vergrößert werden. Es machte uns allen sehr viel Spass.

Im März 2014 sass ich an dem Brunnen am Stachus. Ein junges Pärchen mit Kamera kam auf mich zu. Es stellte sich heraus, dass sie Volontäre bei der Münchner tz waren. Sie recherchierten für einen Artikel des Online-Auftrittes der Zeitung. Das Thema war : „So täuscht uns unser Gehirn – Vorurteile und Mythen des Alltags“. Nun, aufgrund meiner Tätigkeit als Lektor für Fotobücher hatte ich so einschlägige Erfahrungen gesammelt. Kunden unserer Bücher kauften sich Kameras zu schwindelerregenden Preisen, die Fotos wurden aber nicht besser. Im Gegenteil, es wurde sogar bemängelt, dass den teuren Kameras, die Motivprogramme (sogenannte Deppenprogramme) fehlten. Diese Erfahrung gab ich zum Besten. Prompt wurde das veröffentlicht.

Ich habe lange nicht mehr an diesen Artikel gedacht. Erst neulich beim „Selbstgoogeln“ stiess ich wieder auf diesen Artikel mit einem Bild von mir:

Mythos Fotografie
Artkel in der tz vom 22.3.2014

Hier gehts zum Link dieses Artikels:

https://www.tz.de/muenchen/stadt/so-taeuscht-uns-unser-gehirn-vorurteile-mythen-alltags-tz-3429836.html

Was will ich damit sagen? Fotografie ist ein Handwerk das man beherrschen sollte. Die heutige Beliebigkeit der Fotografie mit Smartphone und Tablet ist ruinös. Wer kennt heute noch die Bedeutung von Blende und Verschlusszeit?

Das Problem ist nicht die Kamera, sondern derjenige der dahinter steht.

Einer meiner Lieblingsautoren für die Fotobücher sagte einmal etwas sehr Kluges: „Erst wenn man seine derzeitige Kamera beherrscht sollte man sich eine höherwertige Kamera kaufen.“ Recht hatte er.

Oder anders gesagt, wer nicht fotografieren kann, sollte es lernen. Er wird sonst keine Freude an diesem Hobby haben. Oder die Fotos werden einfach immer Scheisse ausschauen!

Lasst uns darüber nachdenken!

 

Wie verbrennt man eine Website?

Dies ist ein schönes Beispiel, was passiert wenn eine Website nicht regelmässig gepflegt wird. Was war passiert? Der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Huglfing hatte sich im Mai 2016 laut Protokoll vom 30.5.2016 entschieden, für den Elternbeirat einen eigenen Internetauftritt zu realisieren. Ich war der Initiator und hatte mich bereit erklärt die Sache auf den Weg zu bringen. Es meldeten sich vier weitere Personen, die ihre Mitarbeit zusicherten.

Bei der Konzeption war es mir wichtig, dass ein System zum Einsatz kommt, das leicht zu bedienen ist. Deshalb entschied ich mich für den Einsatz eines Redaktionssystems auf Basis von WordPress. WordPress zeichnet sich durch besonders einfache Bedienung aus. Sowohl von der inhaltlichen Seite, als auch von der Administration. Auch ich bin kein Programmierer, das braucht es auch heutzutage nicht mehr, um eine Website oder einen Blog zu betreiben.

Der Internetauftritt wurde realisiert, die Website war wenige Tage nach der Sitzung vom 30.5.2016 des Elternbeirates online. Ich erklärte mich bereit, eine Schulung über WordPress durchzuführen. Im laufenden Schuljahr war das nicht mehr zu realisieren. Am 14.1.2017 war es dann soweit. Ich hatte die Schulung lange vorher angekündigt. Von den vier Personen, die sich am 30.5.2016 zur Mitarbeit bereit erklärt hatten war nur eine erschienen. Es waren dann noch weitere Interessenten erschienen, die aber technisch so versiert waren, dass sie eigentlich diese Einsteigerschulung nicht brauchten. Sie waren neu im Elternbeirat und sehr interessiert.

Wisst Ihr was eine Windmaschine ist?

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir wieder einmal klar, ich war wieder auf Windmaschinen hereingefallen. Seit Juni 2016 hatte ich etliche Beiträge auf diesem Blog des Elternbeirates verfasst. Die Website oder Blog wurde in Suchmaschinen perfekt gefunden und erreichte excellente Suchergebnisse. So sollte es sein. Ich hatte bis hierher also alles richtig gemacht. Was fehlte waren Beiträge anderer Eltern.

Bei der schlecht besuchten Schulung, wurde mir klar, das wird so nichts. Zeitgleich bereitete sich mein Sohn in der Mittelschule auf den Quali vor. Das kostete mich Zeit. Ende März dann die Hiobsbotschaft, der Krebs war zurück. Der Diagnose ging eine Notaufnahme wegen einer Lungenembolie voraus. Es war das volle Programm. Deshalb habe ich mich aus der Arbeit im Elternbeirat und damit aus der Arbeit an der Website ganz schnell zurückgezogen. Dies stiess leider nicht nur auf Verständnis, wie ich später erfuhr.

Eine Teilnehmerin aus der Schulung verfasste ein paar wenige Beiträge auf dem Bog. Das wars dann aber auch.  Die Zugriffszahlen gingen kontinuierlich nach unten. Das Blog rutschte in den Orkus des Vergessens.

Wenn man die Zugriffsstatistik des Blogs aufruft kann man diesen Trend sehr schön sehen:

www.eb-schule-huglfing.de

Wer selbst einmal aktuell nachschauen möchte kann dies unter www.eb-schule-huglfing.de/usage gern tun.

Nun kommt ein weiterer unglücklicher Umstand dazu. Als ich Mitte September zufällig mal wieder die Website des Elternbeirates besuchte stellte ich einen massiven Befall mit Spamkommentaren fest. Viagra, Penisverlängerungen, etc. das volle Programm. Die Kommentare sind massiv ab Anfang August aufgelaufen. Niemand hatte es für nötig gehalten, ab und zu mal auf die Website zu schauen. Klar, es waren Ferien, also machen auch die Spammer Ferien. Oder doch nicht? Gleichzeitig stellte ich fest, das von mir erstellte Beiträge mit einem Link zu meiner eigenen privaten Website versehen waren. Ich forderte daher die Elternbeiratsvorsitzende auf diese Links unverzüglich zu entfernen. Antwort erhielt ich dann vom neuen Admin, der sich technisch um die Website kümmern sollte. Wie auch immer, die Mail wäre zu umfangreich, um hier darauf einzugehen. Kurz gesagt, wir einigten uns darauf alle meine Beiträge zu löschen. Der neue Admin sah hier keine andere Lösung.

In meiner aktiven Zeit mit der Website hatte ich 70 Beiträge erstellt, die sich mit der Thematik Elternbeiratsarbeit, Elternarbeit, Infos für Eltern uvm. befasst hatten. Es hatte sich also ein guter Grundstock an Infos, Links und vieles mehr etabliert.

Was geschieht mit Suchmaschineneinträgen?

Nun, das ist eine gute Frage. Die Einträge in Suchmaschinen zur Huglfinger Schule sind zahlreich, immer noch…. aber das Löschen hat fatale Folgen. Jeder Beitrag produziert eine große Menge an Suchmaschineneinträgen. Bei 70 Beiträgen dürfte ein Vielfaches an Suchmaschineneintgrägen existieren. Ich habe mal ein paar Suchbegriffe eingegeben:

Google

Diese Suchworte erbrachten also 20.100 Ergebnisse! Das ist beachtlich! Aber es hat fatale Folgen! Denn klickt man auf ein Ergebnis, kommt von der Website jetzt eine Fehlermeldung:

Elternbeirat Huglfing

Sicher hätte man hier eine bessere Lösung finden können. Aber lohnt sich der Aufwand für eine Sache, hinter der niemand steht? Der jetzige Admin hat mir schon bei der Übergabe der Website an ihn versichert, er wird sich nicht um Inhalte kümmern. Das war auch mein Plan, leider hat niemand ernsthaft mitgearbeitet. Bis auf einen Beitrag zu einem Wasserspender für 5000,- Euro oder der xten Pausenbrotaktion, kam nicht viel. Aktuelle Ereignisse wie die Verabschiedung von Frau Seidler, Zeugnisabschlussfeier, Infos zur Neuwahl des Elternbeirates etc. Fehlanzeige.

Nun ist diese Website meiner Ansicht nach verbrannt. Jeder nutzt heute Suchmaschinen, in dem Fall Google. Aber habe ich Lust eine Website zu besuchen, die nur Fehlemeldungen produziert, wenn ich einen Link aufrufe? Eigentlich kann man diesen Auftritt jetzt nur noch löschen.

Denn der Auftritt kostet auch Geld. www.eb-schule-huglfing.de gibt es nicht für lau. Die Jahresgebühr dieser Doman mit dazu gehörigen E-Mail-Postfächern und allem drum und dran liegt bei 60 Euro Jahresgebühr. Aber anscheinend ist dieser Betrag egal für den Elternbeirat.

Und das Fazit für mich?

Ich bin ein weiteres Mal auf Windmaschinen hereingefallen. Aber ich habe gelernt. Neulich hatte ich ein Gespräch mit den Vorständen eines Kleintierzüchtervereins. Zusammen mit ein paar interessierten Mitgliedern zeigte ich am Beispiel meiner Website www.bergmoser.de wie einfach es ist, mit WordPress einen Internetauftritt zu verwirklichen und diesen vor allem am Laufen zu halten. Ich betonte wie wichtig es ist, das hier eine Mannschaft gebildet wird, die das Teil inhaltlich betreut.

Und da war es wieder, das alte Problem.

Jeder Anwesende ging wohl davon aus, dass ich das übernehmen würde. Ich würde mich doch so gut auskennen. Ich empfahl dann doch lieber noch ein paar Rammler für den Verein anzuschaffen. Das mit der Website sollte man besser sein lassen. Ich bezahlte mein Getränk und suchte schnell das Weite.

Dieser Verein wird auch in hundert Jahren noch keinen Internetauftritt haben. Und man wird ihn auch in keiner Suchmaschine finden und das ist auch gut so!

Fehler die man nur einmal macht

Ich weiss nicht, ob ich es schon erwähnt hatte, aber mich wundert nichts mehr.

Vorgeschichte:
Ein kleiner Verein möchte gerne online gehen und sich eine Webpräsenz schaffen. Ich habe den Vorstand besucht und musste bald feststellen, das die Damen und Herren anscheinend Angst haben, wenn sie im Internet auf eine Seite gehen, man könne da etwas kaputt machen.

Nun, ich kam schnell dahinter, was der wahre Grund ist. Websites sind heute dynamisch. Man klickt wohin und wupp, sieht alles anders aus. Ja ich weiss, die Damen und Herren sprachen auch dauernd von einer Homepage. Eine Homepage ist aber klassisch nur die erste Seite eines Webauftritts. Aber so etwas wie eine erste Seite gibts nun gar nicht mehr. Schon so ungefähr seit 2000 oder noch früher. Will aber niemand mehr haben. Ich habe den erstaunten Damen und Herren schnell klar gemacht, das sie für ihren Verein vielleicht doch besser noch ein paar Rammler anschaffen. Zumal sich auch niemand finden würde, der im Verein die Website übernimmt. Sie nahmen wohl an, ich würde mich dann darum kümmern.

Danke! Ich mache so einen Fehler sicher nicht zweimal.

Ich habe dann auch eine Anleitung zum Bedienen meiner Website erstellt unter  http://www.bergmoser.de/wie-bediene-ich-das-alles-hier/  könnt Ihr das Ergebnis anschauen

<Fortsetzung folgt>

Hasenbergl Dülferstrasse Nachtaufnahme

Wie Ihr sicher wisst, bin ich im Hasenbergl aufgewachsen. Bereits in meiner Jugendzeit hat mich die Leidenschaft zur Fotografie gepackt. Einen besonderen Reiz übten auf mich Nachtaufnahmen aus. Eines Abends stellte ich mich, bestückt mit Kamera und Stativ auf die Brücke über der Dülferstrasse. Verschlusszeit auf B und Blende zu. So kam dieses Bild zustande. Man beachte die damaligen Autos. Es muss Ende der 60iger, Anfang der 70iger gewesen sein. Da ich damals mit 6×6 fotografierte ist dieser Scan auch quadratisch. Kamera war eine Voigtländer Perkeo II, die mich lange auf meinen Foto-Streifzügen begleitete. Jeder Schuss wollte wohlüberlegt sein. Filme und Filmentwicklung waren damals nicht billig. Man musste wissen, wie Verschlusszeit und Blende zu einem guten Bild beitrugen.

Dülferstrasse München Hasenbergl
Dülferstrasse Hasenbergl bei Nacht

Man darf sich Gedanken machen, wie die heutigen digitalen Kameras reagieren, wenn man so eine Nachtaufmahme macht. Die meisten Anwender scheitern aber bereits an der Einstellung „B“. Der Rest scheitert dann am nicht vorhandenen Stativ. Und wer es doch zustande bringt, dem spielt der digitale Sensor meist einen Streich. Lichter werden überstrahlt, dunkle Bildpartien sumpfen ab. Es gibt wenige digitale Kameras die das beherrschen. Diese Kameras sind meist im High-End-Bereich zu finden. Das schliesst eine große Zahl von Endanwendern aus. Deshalb greift man in neuerer Zeit wieder vermehrt zur analogen Technik.

Zeitreisen – Digitalisieren alter Farbfilme und Dias

Im Nachlass meiner Schwiegereltern fand ich 2009 beim Aufräumen auch zahlreiche Dias. Opa hatte fotografiert. Die Kamera hat ihm seinerzeit Oma zu Weihnachten geschenkt. Opa hatte sich die Grundlagen mit Hilfe eines Onkels angeeignet. Das er die Kamera im Griff hatte und gelernt hatte, wie Blende und Verschlusszeit zu bedienen sind, zeigen die zahlreichen gelungenen Dias.

Einige der Dias werde ich in Fotogalerien zusammenfassen. Viele der abgebildeten Personen sind schon von uns gegangen. Digitalisiert leben sie weiter.

Das folgende Bild zeigt die ca. vierjährige Annemarie, meine Ehefrau. Links ihre Mutter und rechts eine Tante. Es ist ein Scan von einem Farbdia 24×36. Sanft nachbearbeitet und Bildfehler wie Schmutz oder Kratzer beseitigt. Gern stelle ich das Bild für Verwandte und Bekannte unserer Familie zur Verfügung. Hier ist nur eine in der Auflösung reduzierte Version zu sehen. Die Originaldatei vom Scan enthält die hohe Aufllösung und ist 7MB groß. Wer Interesse hat, möge sich einfach melden. Auch für Hinweise zum Aufnahmedatum bin ich dankbar. Da ich weiss, wann Annemarie geboren wurde, habe ich das mal geschätzt.

Familie Bergmoser
In den Bergen. Diascan, Original ca. 1963. V.l.n.r.: Unsere Oma, Annemarie und Tante Minni, eine Schwester unserer Oma.

Das Erbe: Teil 1, die Ofenattrappe

Als wir 2009 dieses Erbe antraten war uns nicht klar, auf was wir uns eingelassen hatten. Deshalb gibts hier aus dem Zusammenhang gerissen diverse „wilde Bilder“ Fotos der Renovierung von einem Haus in angeblich gutem Zustand.

Bald kam heraus, vor allem als wir ein Gutachten aufgrund des Erbstreits in Auftrag geben mussten, das wir ein Haus geerbt hatten, dass erheblich unter einem sogenannten „Investitionsstau“ gelitten hatte. Einen Abriss und Nebau konnten und wollten wir uns nicht mehr leisten. Wären wir zehn Jahre jünger gewesen, vielleicht ja.

So renovierten wir so gut es ging. Allein im Jahr 2009 absolvierten wir über 700 Arbeitstunden im Haus. Hinzu kamen dann noch mein Bruder Paul und sein Freund Michi. Michi war berüchtigt als sogenannter „Kampfmaler“. Es ist erstaunlich, wenn man sieht wie die Profis arbeiten. Hatte ich mich beim Streichen eines Raumes über einen ganzen Tag verlustiert, war Michi mit der selben Arbeit in einer Stunde fertig. Und das Ergebnis sah eindeutig besser aus!

Beheizt wurde das Haus früher pro Stockwerk durch je einen Ölbrenner der mit einer Kachelofenattrappe verkleidet war. Diese Attrappe hatte Luftöffnungen in das Wohnzimmer, in den Gang und in das Schlafzimmer. Ein Gebläse konnte zugeschaltet werden, um die warme Luft zu verteilen. Das Bad wurde durch einen Badewannenofen mit Öl beheizt. Das Kinderzimmer war unbeheizt. In der Küche stand ein Holzherd.

Hier ein Bild so einer Ofenattrappe:

Die Ofenattrappe – zugig, sperrig und nutzlos!

Erst 2006 hatte sich unsere selige Oma entschlossen, eine Zentralheizung einbauen zu lassen. Es gab große Diskussionen mt den Mietern im ersten Stock. Der Sohn unserer Oma musste vermitteln, der Opa war bereits verstorben, die Mieter wehrten sich mit Händen und Füßen, begründeten ihre Angst mit dem Schmutz der anfallen sollte. Unsere Oma war keine Frau die sich durchsetzen konnte. Später wurde uns erst klar, wie diese Mieter versuchten, möglichst rigeros ihre Belange durchzusetzen. Die Frau dieses Ehepaars war als Erzieherin tätig. Sie hatte es gelernt, wie man seine Belange durchsetzt.

Die Zentralheizung wurde dann doch installiert. Der Installateur leistete excellente Argbeit. Er arbeite quasi „minimalinvasiv“. Es entstand kaum Staub ode Dreck.

Die Mieter hatten einen Sonderwunsch in Bezug auf die Heizkörper im Wohnzimmer. Anstelle zwei kleinerer Heizkörper jeweils unter einem Fenster, wurde nur ein großer Heizkörper am Westfenster installiert. Am Südfenster stand eine große Sitzgruppe, so daß für einen Heizkörper kein Platz mehr war. Wie sich später heraustellte, ein verhängnisvoller Fehler, denn dieser über zwei Meter breite Heizkörper zog Wärmemengen, die sich sehen lassen konnten. Im Erdgeschoß wurden im selben Raum jeweils ein kleinerer Heizkörper unter West- und Südfenster eingebaut.

Die erste Heizkostenabrechnung hatte es in sich. Als jetzt die verbrauchten Wärmemengen durch geeichte Wärmemengenzähler erfasst wurden, wurde deutlich, wieviel jede der Parteien im Haus an Heizkosten verbauchte. Bisher wurden die gekauften Ölmengen jeweils zur Hälfte abgerechnet. Eine Verbrauchserfassung, wieviel Heizöl im Erdgeschoß und im ersten Stock verbraucht wurde, erfolgte nicht.

Dazu aber mehr in einem eigenen Beitrag.

Was wurde nun aus den Ofenattrappen? Diese blieben nach dem Einbau der Zentralheizung erstmal wo sie waren. Durch die Lüftungsöffnungen zog die Zugluft zwischen Gang, Wohnzimmer und Schlafzimmer. So dicht schlossen diese Öffnungen mit ihren Klappen nicht mehr. Hier ging einiges an Heizenergie flöten. Deshalb war uns sofort klar, dass wir diese Attrappen entfernen würden, zumal sie Platz weg nahmen und keine Funktion mehr hatten.

Erst als wir 2009 einzogen, entfernten wird diese Attrappen, zuerst im Erdgeschoß und als wir uns von den netten Mietern im ersten Stock trennten (sie kündigten von ganz alleine), auch im ersten Stock.

So sah es aus, als die Attrappe entfernt worden war:

Rattatazong! Weg war der… ähh Oooofen?

Es fielen ca. 600 kg Schutt an. Der Boden musste ergänzt werden. Das wurde vom örtlichen Bodenleger perfekt übernommen. Dieser Bodenleger hat dann auch die schönen Holzböden renoviert, die anscheinend seit dem Bau des Haus im Jahre 1965 noch nie renoviert wurden. Hier wurde einmal beim Hausbau nicht gespart. Das war noch richtiges Parkett, da konnte ordentlich abgeschliffen werden, damit der Boden wieder gut aussah. Die Lüftungsöffnungen zum Gang, ins Wohnzimmer und ins Schlafzimmer wurden zugemauert. Hier konnte jetzt nichts mehr ziehen oder Wärme verloren gehen.

Als der Bodenleger seine Arbeit vollendet hatte, sah es so aus:

Das war nun eine saubere Sache. Nichts störte mehr, keine Zugluft liess Kerzenflammen und Vorhänge wackeln und mehr Platz war auch geschaffen.

Dies ist die Geschichte der Ofenattrappen. Weitere werden folgen. Ich werde alle Geschichten mit Bildmaterial belegen. Damit werden auch einige Lügen entlarvt werden. Eine zukünftige Geschichte könnte lauten: „Wenn eine Wohnung unrenoviert übergeben wird.“

Viel Spass beim Lesen!

 

Viel Neues!

In Folge starten hier jetzt eine Reihe von Artikeln mit diversen Themen.

Zum Beispiel:

  • Unsere Jugendzeit. Fotos, Anekdoten und vieles mehr.
  • Das Erbe, Renovierung, Umzug, Lügen und vieles mehr (Spannend)
  • Elternarbeit. Schlussfolgerungen eines Elternbeirats oder „Er hats geschafft!“ (Noch viel Spannender!)
  • … und viele weitere Geschichten und Anekdoten die nicht immer Anlass zur Freude geben.

Schaut rein! Es lohnt sich!

Bauer bildet aus

Es ist soweit. Simon macht eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker.  In der Ausgabe des Kreisboten vom 16.9.2017 steht dieser Bericht über die zwölf neuen Azubis bei der Firma Bauer:

Das ist auch Teil der Erfolgsgeschichte meines Sohnes Simon. Vom Status eines unbeschulbaren Schülers (O-Ton Rektor Förderzentrum Weilheim) hat sich Simon zu einem selbstbewussten jungen Mann entwickelt, der seinen Weg geht.

Gratulation Simon!

 

Besuch aus down under

Am 3.9.2017 hatten wir Besuch aus Australien. Andreas Mutter, Ursula, hat uns besucht. Hier eine kleine Diashow:

Es war ein lustiger Nachmittag. Wir hatten, wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann viel Spass.