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Mangelnde Unterstützung der Elternarbeit

Insgesamt kann ich gleich auf mehrere Jahre Elternarbeit zurückblicken. Ich war 5 Jahre als Elternbeiratsvorsitzender, ein Jahr am Förderzentrum in Unterschleissheim und vier Jahre in Huglfing an der Mittelschule tätig.

Gleich vorneweg, Dank habe ich nicht wirklich erhalten. Wobei man am Förderzentrum in Unterschleissheim schon sehr dankbar war. Vor allem der damalige Rektor des Förderzentrums war mir für mene Arbeit sehr dankbar. Leider verabschiedeten wir uns bereits nach einem Jahr von diesem Förderzentrum, da wir 2009 nach Polling zogen.  Als mein Sohn nach einem dornenreichen Weg auf dem Förderzentrum in Weilheim nach Huglfing kam und dort mit der fünften Klasse startete, entschloss ich mich dann, mich in der sechsten Klasse, als Elternbeirat aufstellen zu lassen. Im März 2017 holte mich dann der Krebs auf den Boden der Tatsachen zurück. Bereits vorher hatte ich damit zu kämpfen, nun war er zurück und bedurfte einer intensiven Behandlung. Ich legte mit sofortiger Wirkung mein Amt als EB-Vorsitzender und als Admin der EB-Website nieder und kümmerte mich nur noch um mich und die Familie. Immerhin musste mein Sohn zum qualifizierenden Mittelschulabschluss gebracht werden, was uns auch gelang. Um meine Tochter musste ich mich nicht kümmern, sie ging zielstrebig ihr ABI an und ich bin sehr stolz auf sie.

Bis auf eine kleine Notiz der Schulleitung in einem Elternbrief wurde meine Arbeit der letzten Jahre in keinster Weise gewürdigt. Vor allem nicht vom Rest des Elternbeirates, das hätte ich erwartet. Im Gegenteil, ich bekam den Eindruck, das man mir den Rücktritt übel nahm. Zumal ich vor allem für den Auftritt der Website etliche Stunden an Arbeitszeit investiert hatte. Dies veranlasste mich dann auch zu meiner Entscheidung, dass alle von mir auf der Website veröffentlichten Beiträge, 70 an der Zahl, gelöscht werden. Dies wurde dann auch prompt und gründlich vom neuen Admin erledigt.

Als dann noch die Verabschiedung der Schulleiterin Ende des Schuljahres anstand, waren Mitglieder des Elternbeirates der Meinung, das ich nicht zu dieser Veranstaltung kommen sollte. Dies ist aber noch einen eigenen Beitrag wert.

Dankbarkeit – Fehlanzeige
Dankbarkeit ist heute anscheinend etwas, mit dem sich Menschen schwer tun. Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun. Was in Firmen heute im Großen nicht mehr stattfindet, setzt sich im Kleinen in Vereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen fort. Ich kann ein Lied davon singen, ich war selbst acht Jahre im Vorstand eines Vereins, habe Schulungen veranstaltet, mich an der Öffentlichkeitsarbeit beteiligt und vieles mehr. Bs auf eine Ehrennadel (na immerhin) gabe es keine weitere Anerkennung.

Elternbeirat – keine Kandidaten
So kann es dann nicht verwundern, wenn sich immer weniger Eltern als Elternbeirat aufstellen lassen. Für das Schuljahr 2016/17 wurde die Schulordnung geändert. Nun sollten auch an Grund- und Mittelschulen die Elternbeiräte direkt gewählt werden. Früher wurden die Klassenelternsprecher auch automatisch Elternbeiräte. So fand am 19.10.2016 erstmals an der Huglfinger Grund- und Mittelschule  eine direkte Wahl der Elternbeiräte statt. Für die Wahl des Elternbeirates der Mittelschule meldeten sich gerade noch vier Kandidaten wovon eine Kandidatin ihre Kandidatur noch vor der Wahl zurückzog. So waren für die Wahl der Elternbeirates der Mittelschule noch drei Kandidaten übrig. Mehr wären möglich gewesen. Pro 15 Schüler lässt die Schulordnung einen  EB zu. In der Grundschule war die Zahl der Kandidaten erfreulich höher.

Mangelnde Unterstützung der Eltern
Trotz allem, man merkte deutlich, dass das Elternengagement in der Mittelschule rapide abnimmt. Ja abnimmt, denn bei der diesjährigen Wahl der Elternbeiräte der Mittelschule für das Schuljahr 2017/18 gab es nur noch einen (!) Kandidaten. So setzt sich der diesjährige Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Huglfing wie folgt zusammen:

Bei der ersten Sitzung hat dann noch ein EB sein Amt niedergelegt. Warum weiss man nicht. Liegts am neuen Schulleiter?

Wie effektive Elternarbeit mit nur einem EB in der Mittelschule funktionieren soll, ist mir schleierhaft. Da gibt es die Teilnahme und Mitarbeit am Schülerforum, Mitarbeit im GEBR, dem gemeinsamen Elternbeirat des Landkreises, Schulentwicklung und vieles mehr.

Sinn des Elternbeirates
Sollte es daran liegen, das man nicht erkannt hat, was der Elternbeirat sein sollte? Ist der Elternbeirat in den Augen vieler Eltern nur Veranstalter von Elterncafe zum Schulbeginn, Veranstalter eines Kuchenbazars beim Skibasar und Veranstalter der Pausenbrotaktion?

Als mein Sohn sich auf den Quali vorbereitete bot ich mich an, mit Schülern für den Quali zu üben. Aus Simons Klasse meldeten sich nur seine besten Freunde, die ohnehin schon mit ihm übten. Weitere Eltern aus der Klasse meldeten sich nicht. Ein Vater verbat sich sogar diese Belästigung per Mail. Hinzu kommt auch, dass ich von 28 Eltern in Simons Klasse nur von elf Eltern die Mailadresse hatte. Das Ergebnis war dann auch entsprechend. Einige Schüler erreichten den Quali nicht. Und einige Schüler erreichten nicht einmal den normalen Mittelschulabschluß, lagen also über einem Notendurchschnitt von 4.0. Diese Schüler, meist auch ohne Lehrvertrag, drehen nun eine Ehrenrunde auf der Berufsschule mit dem sogenannten Berufsfindungsjahr. Bei der Zeugnisabschlussfeier wurden dies Jahr keine Zahlen zur Erfolgsquote genannt. Als ich vor zwei Jahren als EB-Vorsitzender an einer Zeugnisabschlussfeier teilnahm, kann ich mich noch noch gut erinnern, wie dort die Erfolge genannt wurden.  Das diesjährige Ergebnis muss erheblich schlechter gewesen sein. Ein Schüler, als lernunwillig bekannt, war zur Zeugnisübergabe überhaupt nicht erschienen.

Lernunwillig – ein Dilemma
Was ist der Grund für dieses Dilemma? Zum einen lag es an einer schwierigen Lehrersituation. Die 9.Klasse hatte zwei Lehrerwechsel in diesem Schuljahr zu verkraften. Zum anderen lag es auch an einigen wenigen Schülern, die einfach keine Lust hatten. Wenn sich ein Schüler zu einem Referat nicht vorbereitet hat und lieber einen Sechser kassiert („Geben Sie mir einen Sechser, ich habe nichts vorbereitet!“), dann ist der beste Pädagoge machtlos. Es liegt aber auch am Elternhaus. Und nun schlage ich den Bogen zum mangelnden Elternengagement. Eltern, denen die Elternarbeit egal ist, ist auch die Arbeit ihres KIndes an der Schule egal. Der Pädagoge an der Schule kann nur einen Anteil an der Arbeit des Kindes leisten. Weitere Unterstütung muss auch vom Elternhaus kommen. Wenn die das Kind nicht erhält, verliert es. Da geht es um das Trainieren für den Quali, da geht es um das Erstellen einer guten Bewerbung, da geht es um die Suche eines Praktikumplatzes und vieles mehr.

Ich darf abschliessend erwähnen, dass das Training mit Simon und seinen Freunden von Erfolg gekrönt war. Alle drei haben den Quali geschafft, obwohl es bei einem Freund gar nicht gut aussah, aber auch er hat es geschafft und kann jetzt stolz sein.

Wenn ich mir die Elternabende so ansehe, dann fiel mir auf, dass man manche Eltern nie zu Gesicht bekam. Im Schuljahr 2016/17 passte das zu den Schülern, die jetzt auch ohne Quali/ABschluss oder Lehrvertrag dastehen. Kinder zu haben ist eine große Verantwortung. Wenn ich jetzt meine beiden Großen sehe, Judith mit ABi und weiterem Besuch einer Fachschule für MTLAs und Simon mit Quali und einer Ausbildung zum Feinwerkmechaniker, bin ich stolz, dass wir das zusammen geschafft haben.

Fragt mich!
Gern gebe ich meine Erfahrungen weiter. Vor allem im Bereich Bewerbungen kann ich helfen. Denn was hier die Schule vermittelt hat, ist nicht Stand der aktuellen Situation. Ich habe zu diesem Thema bereits einen Beitrag verfasst der hier nachzulesen ist. Ich denke da immer an den Mitschüler aus Simons Klasse, der 30 Bewerbungen geschrieben hat und 30 Absagen erhalten hat. Als ich die Bewerbungen sah, war mir klar warum. Eine Bewerbung zu erstellen ist heute nicht mehr lapidar und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bewerbung kommt von Werben, ein „hiermit bewerbe ich mich“ reicht nicht aus!

Auch der richtige Zeitpunkt für Bewerbungen ist wichtig. Vielen Eltern ist immer noch nicht bewusst, dass ihr Kind zum Beginn des neunten Schuljahrs eigentlich seinen Lehrvertag in der Tasche haben muss. Die meisten Firmen haben Ende September Bewerbungsschluss für  das kommende Ausbildungsjahr. Trotzdem gibts auch für die Nachzügler noch genügend Ausbildungsplätze. Es gibt aber nicht mehr die Wunschberufe, die sich manche vielleicht erträumen. Laut Arbeitsagentur Weilheim gab es aktuell nachgefragt, Ende August noch fast 400 Ausbildungsplätze für September 2017. Dies sind aber wie gesagt nicht die Wunschberufe, die sich manche vorstellen.

Schreibt mir hier in das Kontaktformular, wenn Ihr Fragen habt. Jede Anfrage wird beantwortet. Ich freue mich über Rückmeldungen.

 

 

 

Ein Wasserspender für 5000,- Euro. Zu teuer?

Diese Frage stellte ich mir, als ich den Spendenaufruf des Huglfinger Elternbeirates las. Da rief der Elternbeirat der Huglfinger Grund- und Mittelschule auf seinem Internetauftritt dazu auf, für einen Wasserspender zu spenden, der in der Schule aufgestellt werden sollte:

Wasserspender Huglfing

Ich habe mit Absicht einen Screenshot von diesem Beitrag gemacht, damit man ihn auch noch anschauen kann, wenn der Beitrag von der Website genommen werden sollte. Hier gehts direkt zum Beitrag:

Wasserspender

Nun, ich weiss nicht, was das für ein besonderer Wasserspender sein wird.  Mein Bruder ist Haustechniker in einem großen Unternehmen. Auch in diesem Unternehmen kommen Wasserspender zum Einsatz, aber keiner hat so viel gekostet. Vielleicht wird das  Wasser ja mit bei Mondschein bestrahlten Kristallen vitalisiert, es wird vielleicht in Drehung versetzt um den Nutzern zusätzliche Energie zu spenden. Wir wissen es nicht und werden es wohl auch nie erfahren. Oder hat hier die Firma Jakob einfach nur eine profitable Einnahmequelle entdeckt? Anscheinend wurden bereits mehrere dieser Wasserspender im Landkreis installiert.

5000,- Euro kann man sicher sinnvoller nutzen. Ob ein Wasserspender die Kinder an dieserSchule glücklicher macht ist noch fraglich, ich glaube es nicht.

Schreibt mir gern per Kontaktformular Eure Meinung, ich antworte zuverlässig und freue mich über Rückmeldungen.

 

 

Datenschutz? Sprechzeiten der Lehrer

In meiner Zeit als Elternbeirat habe ich oft den Begriff Datenschutz gehört. Er wurde oft und gern von der Schulleitung gebraucht. Oder missbraucht? Ich habe da so meine Zweifel. Nun bin ich nicht mehr Elternbeirat. Mein Sohn hat seinen Abschluss geschafft, er hat eine Lehrstelle und alles ist gut.

Als Elternbeirat interessierte mich auch immer wieder ein Internet-Auftritt der Schule. Ich war vier Jahre Elternbeirat und Elternbeiratsvorsitzender. In den gemeinsamen Sitzungen des Elternbeirates mit der Schulleitung haben wir über die Jahre immer wieder einmal nach dem Stand eines Internetauftrittes gefragt. Die Jahre gingen ins Land, man argumentierte, erst müssen gewisse Fragen des Datenschutzes geklärt werden.

Im Sommer 2016 war es dann soweit. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ging die Website der Schule online. Zeitgleich ging die Website des Elternbeirates online. Warum diese beiden Parteien einen getrennten Auftritt verwicklichten ist eine eigene Geschichte.

Die Schulleitung schickte mir als Elternbeiratsvorsitzenden auch eine Datenschutzerklärung damit der Elternbeirat auf der Schulwebsite genannt werden könne. Das habe ich aber abgelehnt und stattdessen eine Verlinkung mit der Website unseres Elternbeirates angeboten. Auf dieses Angebot habe ich nie eine Antwort erhalten.

Beide Internet-Auftritte liefen nun nebeneinander her. Auf der Website der Schule wurde der Elternbeirat mit keiner Silbe erwähnt. Auf der Website des Elternbeirates wurde ein Link zur Schulbwebsite geschaltet. Gerüchteweise soll sich die Schulleitung sogar geäussert haben, der Elternbeirat wolle mit der Website der Schule nichts zu tun haben. Eine Aussage, wenn sie so stattgefunden haben sollte, natürlich völlig falsch war.

Es war egal. Die Website des Elternbeirates erfreute sich steigender Beliebtheit und informierte regelmässig über diverse Belange der Elternarbeit und vieles mehr aus dem Umfeld Schule und Eltern.

Der Elternbeirat entschied sich, die Sache mit der Anbindung an die Schulwebsite ruhen zu lassen. Die Schulleiterin, eine Pädagogin alter Schule, erfahren und routiniert, würde ihren Dienst im Sommer 2017 beenden. Man wollte hier nicht mehr weiter aktiv werden. Die Geschichte sollte erst mit einem neuen Schulleiter wieder Fahrt aufnehmen.

Sommer 2017
Die Schulleitung nimmt die Sprechstundenzeiten der Lehrer von der Schulwebsite. Angeblich wäre dies von der Datenschutzbeauftragten beanstandet worden.

Jetzt kann man nur vermuten was hier passiert ist.

Haben sich die Lehrkräfte vermehrt dagegen ausgesprochen, das die Sprechzeiten auf die Website kommen?

Wozu ist dann so eine Website gut, wenn man nicht mal schnell nachschauen kann?

Wie handhaben das andere Schulen im Landkreis?

Ich habe recherchiert und bin zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen. Alle Internetauftritte von Schulen, hier im Landkreis nennen auf ihren Seiten die Sprechzeiten. Manche überarbeiten sie noch, jetzt zu Beginn des Schuljahres, andere bieten sogar die Möglichkeit, direkt einen Termin zu buchen. Hier ein paar Bildbeispiele, auch mit Nennung der Internetadressen (im Text hervorgehoben und verlinkt):

Zuerst die Staufer-Grundschule in Schongau. Das Webangebot dieser Grundschule kann sich sehen lassen. Sogar der aktuelle Elternbrief ist online abrufbar. Man sieht, wer diesen Internetauftritt realisiert hat, war mit Leib und Seele dabei. Es macht Spass durch das Angebot zu blättern:

Staufer Grundschule Schongau
Sprechzeiten der Lehrer, Staufer Grundschule in Schongau

Diese Grundschule ist zwar größer, als die Schule an der ich Elternbeirat war, zumal ich Elternbeirat der Mittelschule war. Ich denke aber, dies ist kein Argument. Es wäre wirklich interessant zu wissen, ob dies gegen den Datenschutz verstößt. Oder gibt es in Schongau eine Lehrerschaft, die sich bewusst dafür ausgesprochen hat und dieser Veröffentlichung zustimmt?

Ein weiteres Beispiel und dabei möchte ich es auch belassen, ist das Gymnasium Weilheim. Diese Website ist seit Jahren bekannt für ihre hohe Qualität des Inhalts. Es gibt einen Newsletter mit wöchentlichem Versand, wer die Infos per Papier will, muss dafür Kopiergeld zahlen und man kann sogar Sprechzeiten online buchen. Formulare für Abwesenheit, Krankmeldung etc. können heruntergeladen werden. Nun ist das Gymnasium auch eine ganz andere Kategorie. Weit über 1500 Schüler besuchen diese Bildungseinrichtung. Das Team der Website besteht aus einer Redaktion von etlichen Mitarbeitern, teils Schüler, teils Lehrkräfte. Mitglieder der IT-AG administrieren die Website technisch. Alles wird in der Schule betreut, kein externer Dienstleister ist eingebunden. Man kann sich hier ein Beispiel nehmen, für einen perfekten Internetauftritt. Es muss ja nicht dieser hohe Aufwand getrieben werden. Aber es gibt Dinge die nachahmenswert wären. Hier nun die Seite der Sprechzeiten der Lehrkräfte:

Sprechzeiten Gymnasium Weilheim

Allein dieser Menüpunkt „Für Eltern“ vermittelt Eltern das Gefühl, hier bin ich richtig! Das Gymnasium hat auch ein neues Konzept der Sprechstunden entwickelt:

Ich verstehe, wenn Eltern in der Grundschule im vierten Schuljahr nervös werden, ob ihr Kind den Übertritt schafft. Wer möchte nicht sein Kind an einer Schule wissen, wo bereits der Internetauftritt Wohlfühlen vermittelt. Meine Tochter ging gern auf das Weilheimer Gymnasium. Trotz der hohen Schülerzahl fühlte sie sich immer gut aufgehoben.

Das auf beiden jetzt vorgestellten Internetauftritten, der Elternbeirat ausführlich berücksichtigt wird, braucht man gar nicht näher zu erwähnen. Das ist bei diesen Schulen eine Selbstverständlichkeit.

Surft mal selbst durchs Netz. Ihr werdet viele weitere Beispiele finden. Anscheinend verstoßen auch andere Schulen gegen den Datenschutz oder ist das alles nur Humbug?

Schön finde ich auch die Seiten des Murnauer Gymnasiums. Alles ein bisschen kleiner und feiner, aber nichts destotrotz, Sprechstunden werden frei kommuniziert, der Elternbeirat hat seinen festen Platz.

Ich bin gespannt, wie es an der ehemaligen Schule meines Sohnes weitergeht. Ich werde auf jeden Fall hier berichten. Vor allem kritisch und offen. Ohne jemanden zu schonen und ohne etwas zu verschweigen. Schaut öfter hier rein, es lohnt sich!

Wie verbrennt man eine Website?

Dies ist ein schönes Beispiel, was passiert wenn eine Website nicht regelmässig gepflegt wird. Was war passiert? Der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Huglfing hatte sich im Mai 2016 laut Protokoll vom 30.5.2016 entschieden, für den Elternbeirat einen eigenen Internetauftritt zu realisieren. Ich war der Initiator und hatte mich bereit erklärt die Sache auf den Weg zu bringen. Es meldeten sich vier weitere Personen, die ihre Mitarbeit zusicherten.

Bei der Konzeption war es mir wichtig, dass ein System zum Einsatz kommt, das leicht zu bedienen ist. Deshalb entschied ich mich für den Einsatz eines Redaktionssystems auf Basis von WordPress. WordPress zeichnet sich durch besonders einfache Bedienung aus. Sowohl von der inhaltlichen Seite, als auch von der Administration. Auch ich bin kein Programmierer, das braucht es auch heutzutage nicht mehr, um eine Website oder einen Blog zu betreiben.

Der Internetauftritt wurde realisiert, die Website war wenige Tage nach der Sitzung vom 30.5.2016 des Elternbeirates online. Ich erklärte mich bereit, eine Schulung über WordPress durchzuführen. Im laufenden Schuljahr war das nicht mehr zu realisieren. Am 14.1.2017 war es dann soweit. Ich hatte die Schulung lange vorher angekündigt. Von den vier Personen, die sich am 30.5.2016 zur Mitarbeit bereit erklärt hatten war nur eine erschienen. Es waren dann noch weitere Interessenten erschienen, die aber technisch so versiert waren, dass sie eigentlich diese Einsteigerschulung nicht brauchten. Sie waren neu im Elternbeirat und sehr interessiert.

Wisst Ihr was eine Windmaschine ist?

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir wieder einmal klar, ich war wieder auf Windmaschinen hereingefallen. Seit Juni 2016 hatte ich etliche Beiträge auf diesem Blog des Elternbeirates verfasst. Die Website oder Blog wurde in Suchmaschinen perfekt gefunden und erreichte excellente Suchergebnisse. So sollte es sein. Ich hatte bis hierher also alles richtig gemacht. Was fehlte waren Beiträge anderer Eltern.

Bei der schlecht besuchten Schulung, wurde mir klar, das wird so nichts. Zeitgleich bereitete sich mein Sohn in der Mittelschule auf den Quali vor. Das kostete mich Zeit. Ende März dann die Hiobsbotschaft, der Krebs war zurück. Der Diagnose ging eine Notaufnahme wegen einer Lungenembolie voraus. Es war das volle Programm. Deshalb habe ich mich aus der Arbeit im Elternbeirat und damit aus der Arbeit an der Website ganz schnell zurückgezogen. Dies stiess leider nicht nur auf Verständnis, wie ich später erfuhr.

Eine Teilnehmerin aus der Schulung verfasste ein paar wenige Beiträge auf dem Bog. Das wars dann aber auch.  Die Zugriffszahlen gingen kontinuierlich nach unten. Das Blog rutschte in den Orkus des Vergessens.

Wenn man die Zugriffsstatistik des Blogs aufruft kann man diesen Trend sehr schön sehen:

www.eb-schule-huglfing.de

Wer selbst einmal aktuell nachschauen möchte kann dies unter www.eb-schule-huglfing.de/usage gern tun.

Nun kommt ein weiterer unglücklicher Umstand dazu. Als ich Mitte September zufällig mal wieder die Website des Elternbeirates besuchte stellte ich einen massiven Befall mit Spamkommentaren fest. Viagra, Penisverlängerungen, etc. das volle Programm. Die Kommentare sind massiv ab Anfang August aufgelaufen. Niemand hatte es für nötig gehalten, ab und zu mal auf die Website zu schauen. Klar, es waren Ferien, also machen auch die Spammer Ferien. Oder doch nicht? Gleichzeitig stellte ich fest, das von mir erstellte Beiträge mit einem Link zu meiner eigenen privaten Website versehen waren. Ich forderte daher die Elternbeiratsvorsitzende auf diese Links unverzüglich zu entfernen. Antwort erhielt ich dann vom neuen Admin, der sich technisch um die Website kümmern sollte. Wie auch immer, die Mail wäre zu umfangreich, um hier darauf einzugehen. Kurz gesagt, wir einigten uns darauf alle meine Beiträge zu löschen. Der neue Admin sah hier keine andere Lösung.

In meiner aktiven Zeit mit der Website hatte ich 70 Beiträge erstellt, die sich mit der Thematik Elternbeiratsarbeit, Elternarbeit, Infos für Eltern uvm. befasst hatten. Es hatte sich also ein guter Grundstock an Infos, Links und vieles mehr etabliert.

Was geschieht mit Suchmaschineneinträgen?

Nun, das ist eine gute Frage. Die Einträge in Suchmaschinen zur Huglfinger Schule sind zahlreich, immer noch…. aber das Löschen hat fatale Folgen. Jeder Beitrag produziert eine große Menge an Suchmaschineneinträgen. Bei 70 Beiträgen dürfte ein Vielfaches an Suchmaschineneintgrägen existieren. Ich habe mal ein paar Suchbegriffe eingegeben:

Google

Diese Suchworte erbrachten also 20.100 Ergebnisse! Das ist beachtlich! Aber es hat fatale Folgen! Denn klickt man auf ein Ergebnis, kommt von der Website jetzt eine Fehlermeldung:

Elternbeirat Huglfing

Sicher hätte man hier eine bessere Lösung finden können. Aber lohnt sich der Aufwand für eine Sache, hinter der niemand steht? Der jetzige Admin hat mir schon bei der Übergabe der Website an ihn versichert, er wird sich nicht um Inhalte kümmern. Das war auch mein Plan, leider hat niemand ernsthaft mitgearbeitet. Bis auf einen Beitrag zu einem Wasserspender für 5000,- Euro oder der xten Pausenbrotaktion, kam nicht viel. Aktuelle Ereignisse wie die Verabschiedung von Frau Seidler, Zeugnisabschlussfeier, Infos zur Neuwahl des Elternbeirates etc. Fehlanzeige.

Nun ist diese Website meiner Ansicht nach verbrannt. Jeder nutzt heute Suchmaschinen, in dem Fall Google. Aber habe ich Lust eine Website zu besuchen, die nur Fehlemeldungen produziert, wenn ich einen Link aufrufe? Eigentlich kann man diesen Auftritt jetzt nur noch löschen.

Denn der Auftritt kostet auch Geld. www.eb-schule-huglfing.de gibt es nicht für lau. Die Jahresgebühr dieser Doman mit dazu gehörigen E-Mail-Postfächern und allem drum und dran liegt bei 60 Euro Jahresgebühr. Aber anscheinend ist dieser Betrag egal für den Elternbeirat.

Und das Fazit für mich?

Ich bin ein weiteres Mal auf Windmaschinen hereingefallen. Aber ich habe gelernt. Neulich hatte ich ein Gespräch mit den Vorständen eines Kleintierzüchtervereins. Zusammen mit ein paar interessierten Mitgliedern zeigte ich am Beispiel meiner Website www.bergmoser.de wie einfach es ist, mit WordPress einen Internetauftritt zu verwirklichen und diesen vor allem am Laufen zu halten. Ich betonte wie wichtig es ist, das hier eine Mannschaft gebildet wird, die das Teil inhaltlich betreut.

Und da war es wieder, das alte Problem.

Jeder Anwesende ging wohl davon aus, dass ich das übernehmen würde. Ich würde mich doch so gut auskennen. Ich empfahl dann doch lieber noch ein paar Rammler für den Verein anzuschaffen. Das mit der Website sollte man besser sein lassen. Ich bezahlte mein Getränk und suchte schnell das Weite.

Dieser Verein wird auch in hundert Jahren noch keinen Internetauftritt haben. Und man wird ihn auch in keiner Suchmaschine finden und das ist auch gut so!

Simon hats geschafft!

Endlich ist es soweit. Simon hat seinen qualifizierenden Mittelschulabschluss (früher nannte man das Hauptschulabschluss) erreicht. Dabei konnte er sich in den Fächern Mathematik (von 3 auf 2) und Deutsch (von 4 auf 3) sogar noch um jeweils eine Notenstufe nach oben verbessern. Wesentlich dazu beigetragen hat seine Schulbegleiterin, die ihn seit der fünften Klasse in der Huglfinger Mittelschule begleitet hat. Trotzdem war er natürlich in der Prüfung auf sich selbst gestellt. Wie seine Mitschüler eben auch.

Wie soll man einer Person Danke sagen, die sich über so einen langen Zeitraum um unseren Sohn bemüht hat? Ich habe deshalb der Schulbegleiterin meinen Dank gesagt und sie mit einer Urkunde ausgezeichnet:

Überhaupt war diese Feier stimmungsvoll. Auch meine Tochter hat ihren Abschluss gemacht. Die Abi-Feier lässt sich mit der Abschlussfeier der Huglfinger Mittelschule nicht vergleichen. Glänzte am Gymnasium die Rektorin in ihrer langen Rede mit ihrem philosophischen Fachwissen, ging es in Huglfing wesentlich volkstümlicher zu. Herr Baumgartner und Frau Seidler moderierten diese gelungene Feier. Schön waren beide Feiern, jede auf ihre Art und Weise.

Leider bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
Nicht jeder Schüler der neunten Klasse hat in diesem Schuljahr seinen Abschluss erreicht. Manche Schüler schafften den Quali nicht (über Notendurchschnitt 3.0) und manche Schüler scheiterten am Abschluss der Mittelschule (über Notendurchschnitt 4.0). Bei der Abschlussfeier der neunten Klassen am 20.7.2017 wurden bewusst keine genauen Zahlen genannt, wenn diese auch inoffiziell bekannt sind. Wie groß muss da der Frust bei manchen Schülern sein? Ein Schüler erschien gleich gar nicht zur Abschlussfeier. Ich sorge mich um die Zukunft dieser jungen Menschen.

Dabei muss man die Lehrkräfte bewusst in Schutz nehmen. Einige wenige Schüler haben sich im Unterricht verweigert. So gibt es Geschichten von Schülern, die bewusst, z. B. bei Referaten die Mitarbeit verweigerten. Lieber nahmen diese Schüler bewusst eine schlechte Benotung in Kauf, als dass sie sich bemüht hätten. Leider kann man einen Dackel nicht zur Jagd tragen. Was wird aus diesen jungen Menschen werden? Da müsste ein Lehrherr schon große Toleranz beweisen, als dass er einen Schüler ohne Abschluss einstellt.

Manche der Schüler versuchen jetzt in einem Orientierungsjahr an einer Berufsschule ihren Weg zu finden. Im sogenannten Berufsgrundbildungsjahr oder Berufsvorbereitungsjahr dürfen diese Jugendichen nochmals die Schulbank drücken um sich zu finden. Vielleicht kommen sie ja auf diesem Weg zur Einsicht, wie wichtig ein Schulabschluss ist.

Man kann ihnen auf ihrem weiteren Weg nur alles Gute wünschen.

Hauptursachen der Grundschulmisere

Da habe ich schon gestaunt als ich im Münchner Merkur vom 12.7.2017 diese Schlagzeile über den Leserbriefen las. Die Leserbriefe lese ich immer als erstes, weil man da so schön des Volkes Stimme spüren kann.

Hier nun zuerst mal eine Kopie dieser Leserbriefe:

Leserbriefe im Münchner Merkur vom 12.7.2017

Hier der Scan als PDF zum Download: grundschulmisere001

Tja, was sagt uns das? Nun ich habe die Recherche zurück gemacht. Ausgangspunkt für diese Leserbriefe war ein Kommentar des Redakteurs Dirk Walter vom Münchner Merkur. Ich finde es gewagt und gelungen wie er den Begriff Schweinezyklus in diesen Zusammenhang stellt.

Zitat:
„Seit Jahren herrscht an Bayerns Grundschulen Lehrermangel. Die Lücken werden mit trickreichen Maßnahmen zu stopfen versucht. Merkur-Redakteur Dirk Walter stellt in seinem Kommentar einen gewagten Vergleich an.“

Hier gehts zum ganzen Artikel:
https://www.merkur.de/wirtschaft/kommentar-zu-lehrerluecken-schweinezyklus-8475068.html

Im Artikel findet sich ein zweiter Link zu einem Artikel von Dirk Walter: Ein „Notprogramm“ Studenten als Junglehrer. 

Auch hier ein Zitat aus dem Artikel:
„Großen Protest gab es nicht, bis jetzt: Seit mehreren Jahren bekämpft Bayern den Lehrermangel mit einer etwas zwielichtigen Methode: Es holt Lehramts-Anwärter, die im Winter gerade ihr 1. Staatsexamen gemacht haben, für das zweite Schulhalbjahr an das Lehrerpult. Meist als Springer („Mobile Reserve“) für Krankheits- oder Schwangerschaftsfälle, manchmal aber auch als regulären Lehrerersatz.“

Hier gehts zum ganzen Artikel: https://www.merkur.de/wirtschaft/ein-notprogramm-studenten-als-junglehrer-8475055.html

Ich muss sagen, ich mag diesen Dirk Walter schon jetzt. Aber es ist auch an den Eltern, diese Diskussion am Laufen zu halten. Deshalb liebe Eltern, schreibt an das Kultusministerium, nervt bitte nicht die Schule, das bringt nichts. Die Schule und Schulleitung sind nur die Opfer und die Ausführenden. Sie müssen das ausbaden, was die da oben sich ausgedacht haben. Kommentare sind herzlich willkommen