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Wie verbrennt man eine Website?

Dies ist ein schönes Beispiel, was passiert wenn eine Website nicht regelmässig gepflegt wird. Was war passiert? Der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Huglfing hatte sich im Mai 2016 laut Protokoll vom 30.5.2016 entschieden, für den Elternbeirat einen eigenen Internetauftritt zu realisieren. Ich war der Initiator und hatte mich bereit erklärt die Sache auf den Weg zu bringen. Es meldeten sich vier weitere Personen, die ihre Mitarbeit zusicherten.

Bei der Konzeption war es mir wichtig, dass ein System zum Einsatz kommt, das leicht zu bedienen ist. Deshalb entschied ich mich für den Einsatz eines Redaktionssystems auf Basis von WordPress. WordPress zeichnet sich durch besonders einfache Bedienung aus. Sowohl von der inhaltlichen Seite, als auch von der Administration. Auch ich bin kein Programmierer, das braucht es auch heutzutage nicht mehr, um eine Website oder einen Blog zu betreiben.

Der Internetauftritt wurde realisiert, die Website war wenige Tage nach der Sitzung vom 30.5.2016 des Elternbeirates online. Ich erklärte mich bereit, eine Schulung über WordPress durchzuführen. Im laufenden Schuljahr war das nicht mehr zu realisieren. Am 14.1.2017 war es dann soweit. Ich hatte die Schulung lange vorher angekündigt. Von den vier Personen, die sich am 30.5.2016 zur Mitarbeit bereit erklärt hatten war nur eine erschienen. Es waren dann noch weitere Interessenten erschienen, die aber technisch so versiert waren, dass sie eigentlich diese Einsteigerschulung nicht brauchten. Sie waren neu im Elternbeirat und sehr interessiert.

Wisst Ihr was eine Windmaschine ist?

Zu diesem Zeitpunkt wurde mir wieder einmal klar, ich war wieder auf Windmaschinen hereingefallen. Seit Juni 2016 hatte ich etliche Beiträge auf diesem Blog des Elternbeirates verfasst. Die Website oder Blog wurde in Suchmaschinen perfekt gefunden und erreichte excellente Suchergebnisse. So sollte es sein. Ich hatte bis hierher also alles richtig gemacht. Was fehlte waren Beiträge anderer Eltern.

Bei der schlecht besuchten Schulung, wurde mir klar, das wird so nichts. Zeitgleich bereitete sich mein Sohn in der Mittelschule auf den Quali vor. Das kostete mich Zeit. Ende März dann die Hiobsbotschaft, der Krebs war zurück. Der Diagnose ging eine Notaufnahme wegen einer Lungenembolie voraus. Es war das volle Programm. Deshalb habe ich mich aus der Arbeit im Elternbeirat und damit aus der Arbeit an der Website ganz schnell zurückgezogen. Dies stiess leider nicht nur auf Verständnis, wie ich später erfuhr.

Eine Teilnehmerin aus der Schulung verfasste ein paar wenige Beiträge auf dem Bog. Das wars dann aber auch.  Die Zugriffszahlen gingen kontinuierlich nach unten. Das Blog rutschte in den Orkus des Vergessens.

Wenn man die Zugriffsstatistik des Blogs aufruft kann man diesen Trend sehr schön sehen:

www.eb-schule-huglfing.de

Wer selbst einmal aktuell nachschauen möchte kann dies unter www.eb-schule-huglfing.de/usage gern tun.

Nun kommt ein weiterer unglücklicher Umstand dazu. Als ich Mitte September zufällig mal wieder die Website des Elternbeirates besuchte stellte ich einen massiven Befall mit Spamkommentaren fest. Viagra, Penisverlängerungen, etc. das volle Programm. Die Kommentare sind massiv ab Anfang August aufgelaufen. Niemand hatte es für nötig gehalten, ab und zu mal auf die Website zu schauen. Klar, es waren Ferien, also machen auch die Spammer Ferien. Oder doch nicht? Gleichzeitig stellte ich fest, das von mir erstellte Beiträge mit einem Link zu meiner eigenen privaten Website versehen waren. Ich forderte daher die Elternbeiratsvorsitzende auf diese Links unverzüglich zu entfernen. Antwort erhielt ich dann vom neuen Admin, der sich technisch um die Website kümmern sollte. Wie auch immer, die Mail wäre zu umfangreich, um hier darauf einzugehen. Kurz gesagt, wir einigten uns darauf alle meine Beiträge zu löschen. Der neue Admin sah hier keine andere Lösung.

In meiner aktiven Zeit mit der Website hatte ich 70 Beiträge erstellt, die sich mit der Thematik Elternbeiratsarbeit, Elternarbeit, Infos für Eltern uvm. befasst hatten. Es hatte sich also ein guter Grundstock an Infos, Links und vieles mehr etabliert.

Was geschieht mit Suchmaschineneinträgen?

Nun, das ist eine gute Frage. Die Einträge in Suchmaschinen zur Huglfinger Schule sind zahlreich, immer noch…. aber das Löschen hat fatale Folgen. Jeder Beitrag produziert eine große Menge an Suchmaschineneinträgen. Bei 70 Beiträgen dürfte ein Vielfaches an Suchmaschineneintgrägen existieren. Ich habe mal ein paar Suchbegriffe eingegeben:

Google

Diese Suchworte erbrachten also 20.100 Ergebnisse! Das ist beachtlich! Aber es hat fatale Folgen! Denn klickt man auf ein Ergebnis, kommt von der Website jetzt eine Fehlermeldung:

Elternbeirat Huglfing

Sicher hätte man hier eine bessere Lösung finden können. Aber lohnt sich der Aufwand für eine Sache, hinter der niemand steht? Der jetzige Admin hat mir schon bei der Übergabe der Website an ihn versichert, er wird sich nicht um Inhalte kümmern. Das war auch mein Plan, leider hat niemand ernsthaft mitgearbeitet. Bis auf einen Beitrag zu einem Wasserspender für 5000,- Euro oder der xten Pausenbrotaktion, kam nicht viel. Aktuelle Ereignisse wie die Verabschiedung von Frau Seidler, Zeugnisabschlussfeier, Infos zur Neuwahl des Elternbeirates etc. Fehlanzeige.

Nun ist diese Website meiner Ansicht nach verbrannt. Jeder nutzt heute Suchmaschinen, in dem Fall Google. Aber habe ich Lust eine Website zu besuchen, die nur Fehlemeldungen produziert, wenn ich einen Link aufrufe? Eigentlich kann man diesen Auftritt jetzt nur noch löschen.

Denn der Auftritt kostet auch Geld. www.eb-schule-huglfing.de gibt es nicht für lau. Die Jahresgebühr dieser Doman mit dazu gehörigen E-Mail-Postfächern und allem drum und dran liegt bei 60 Euro Jahresgebühr. Aber anscheinend ist dieser Betrag egal für den Elternbeirat.

Und das Fazit für mich?

Ich bin ein weiteres Mal auf Windmaschinen hereingefallen. Aber ich habe gelernt. Neulich hatte ich ein Gespräch mit den Vorständen eines Kleintierzüchtervereins. Zusammen mit ein paar interessierten Mitgliedern zeigte ich am Beispiel meiner Website www.bergmoser.de wie einfach es ist, mit WordPress einen Internetauftritt zu verwirklichen und diesen vor allem am Laufen zu halten. Ich betonte wie wichtig es ist, das hier eine Mannschaft gebildet wird, die das Teil inhaltlich betreut.

Und da war es wieder, das alte Problem.

Jeder Anwesende ging wohl davon aus, dass ich das übernehmen würde. Ich würde mich doch so gut auskennen. Ich empfahl dann doch lieber noch ein paar Rammler für den Verein anzuschaffen. Das mit der Website sollte man besser sein lassen. Ich bezahlte mein Getränk und suchte schnell das Weite.

Dieser Verein wird auch in hundert Jahren noch keinen Internetauftritt haben. Und man wird ihn auch in keiner Suchmaschine finden und das ist auch gut so!